Schweizer Swisscom mit Einbußen beim Gewinn

Der Rückgang des Reingewinns sei vor allem auf die beim Verkauf der deutschen Debitel angefallenen Fremdwährungsdifferenzen zurückzuführen, hieß es beim Schweizer Telekommunikationskonzern.

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Von
  • Jürgen Kuri

Das Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom hat im ersten Halbjahr 2004 bei stagnierendem Umsatz deutliche Einbußen bei Betriebs- und Reingewinn verzeichnet. Während der Umsatz bei 4,9 Milliarden Franken (3,2 Milliarden Euro) verharrte, brach der Reingewinn um 20,5 Prozent von 952 auf 757 Millionen Franken (492,5 Millionen Euro) ein.

Der Rückgang des Reingewinns sei vor allem auf die beim Verkauf der deutschen Debitel angefallenen Fremdwährungsdifferenzen in Höhe von 238 Millionen Franken (154,8 Millionen Euro) zurückzuführen. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003 um 5,6 Prozent auf 2,2 Milliarden Franken (1,4 Milliarden Euro). Ohne debitel erwartet der Schweizer Konzern für das gesamte Geschäftsjahr einen Umsatz von 10 Milliarden Schweizer Franken (6,5 Milliarden Euro) und einen operativen Gewinn (EBITDA) von 4,3 Milliarden Franken (2,8 Milliarden Euro).

Der Festnetzbereich von Swisscom legte beim Umsatz um 0,3 Prozent, der operative Gewinn um 4 Prozent zu; Swisscom führt diese leichte Steigerung vor allem auf das starke Wachstum bei DSL-Anschlüssen zurück, die Rückgänge in anderen Festnetzbereichen kompensierten. Die Zahl der ADSL-Anschlüsse, die bei Swisscom gebucht wurden, stieg insgesamt um 106,9 Prozent auf 656.000. Die Mobilfunksparte konnte den Umsatz um 5,6 Prozent steigern, während der operative Gewinn um 7,5 Prozent zurückging. Die Anzahl der Mobilfunkkunden kletterte um 6,1 Prozent auf 3,898 Millionen (2,448 Millionen Postpaid- und 1,450 Millionen Prepaid-Verträge). (jk)