Secure Computing möchte nicht zu CyberGuard

Der US-Sicherheitsspezialist CyberGuard, seit April Besitzer des Internet-Werbeblockers und -Inhaltsfilters Webwasher, bekommt Schwierigkeiten bei seiner weiteren Einkaufstour.

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  • JĂĽrgen Kuri

Der US-Sicherheitsspezialist CyberGuard, seit April Besitzer des Internet-Werbeblockers und -Inhaltsfilters Webwasher, bekommt Schwierigkeiten bei seiner weiteren Einkaufstour: Die Firma Secure Computing, die unter anderem die Sidewinder G2 Firewall und Internet-Filtersoftware herstellt, will nicht unter das Dach des Firewall- und VPN-Spezialisten. CyberGuard hatte vor wenigen Tagen ein Angebot ĂĽber 297 Millionen US-Dollar zur Ăśbernahme von Secure Computing vorgelegt.

Das Angebot von CyberGuard kam fünf Tage nachdem Secure Computing ankündigte, man werde die Ziele für das zweite Quartal nicht ereichen und hinter den Gewinnerwartungen zurückbleiben. Nach der Gewinnwarnung war der Aktienkurs von Secure Computing erst einmal stark eingebrochen -- offensichtlich dachte CyberGuard, dadurch ein Schnäppchen machen zu können. Dem steht aber das Management von Secury Computing entgegen: Es lehnte nun das Angebot ab. Dieses sei nicht im Interesse der Anteilseigner, erklärte Secure Computing; man sei zu dieser Ansicht nach Beratungen mit der Citibank, dem Finanzberater der Firma, und mit den Rechtsberatern von Heller Ehrman White & McAuliffe gelangt. Nach der Ankündigung, die Offerte zurückzuweisen, stieg der Aktienkurs von Secure Computing erst einmal wieder an und lag zum Börsenschluss an der Nasdaq mit 3,67 Prozent im Plus. (jk)