Das gewisse Extra

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Bei Harley-Davidson lässt sich schon beim Kauf alles „customizen“, sprich verschönern. Naja, verändern. Die amerikanische Marke bietet „Custom Seats“ direkt online an. Dort man kann unter diversen Motiven und „Inlays“ auswählen, die neben ordinärer Kuhhaut auch aus Alligator-, Straußen- oder Schlangenhaut bestehen können. Ganz Mutige lassen sich einen brennenden Totenkopf in den Sattel basteln, den „Cremator“.

Fazit: FĂĽr Tattoo-Fans, die einen echt heiĂźen Sattel haben wollen.

Das Folgende steht zwar nicht in der Aufpreisliste eines Modells, ist aber so kurios, dass wir es nicht vorenthalten möchten. Der Motorradhersteller Triumph bietet in seinem Bekleidungsprogramm seit kurzem eine beleuchtete Jacke an. Die „Light“-Jacke verfügt über integrierte LED-Lichtechnik. Sechs Lämpchen sind über den Schlüsselbeinen und weitere sechs am Rücken verteilt. Ja, natürlich, dient das der Sicherheit, aber wer will denn wie ein beleuchteter Weihnachtsbaum rumlaufen? Was kommt als nächstes? Ein Helm mit orangem Warnlicht auf der Fontanelle?

Fazit: Aus dem Land, in dem Motorradfahrer freiwillig neongelbe Warnwesten tragen.

Gleich einige Hersteller (u. a. BMW, Triumph, Yamaha) bieten für ihre Reiseenduros Scheinwerferschutz aus Kunststoff an. Sie sollen eine Beschädigung des Lampenglases durch aufgewirbelte Steine verhindern. Abgesehen davon, dass die Wahrscheinlichkeit eines Lampendurchschusses verschwindend gering ist, besteht bei keinem der Kunststoffschützer eine Zulassung. Wer ihn sich trotzdem dranschraubt, fährt illegal auf deutschen Straßen. Die Hersteller weisen zwar darauf hin mit: „keine Straßenzulassung“ oder „nur für den Offroad-Einsatz“, trotzdem bleibt die Frage, warum sie überhaupt angeboten werden.

Fazit: FĂĽr Leute, die sich gegen alles schĂĽtzen wollen. (fpi)