Abrechnung

Seite 6: Moneybookers

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Auf der Startseite begrüßt Moneybookers seine Interessenten mit einer beeindruckenden Zahl: 30 Milliarden Transaktionen hat der Dienst bereits durchgeführt. Ähnlich wie PayPal oder ClickandBuy wickelt Moneybookers Zahlungen per Kreditkarte ab, gibt aber auch eine eigene "Währung" aus, das "Digital Wallet". Moneybookers will nicht mit jedem Windei Geschäfte machen und verlangt vom Händler AGB, Datenschutz- und Rückgabebestimmungen sowie vollständige Kontaktdaten. Sobald mehr als 2500 Euro aufs Konto geflossen sind, muss er sich gegenüber der britischen Finanzaufsichtsbehörde FSA authentifizieren. Ordentliche Englischkenntnisse sind nötig, denn manche Verträge und Richtlinien gibt es nicht auf Deutsch.

Der Dienst behält sich das Recht vor, dem Kunden ohne Angabe von Gründen mit zwei Monaten Frist zu kündigen. Gegenüber PayPal sind die Fixkosten pro Transaktion geringer, aber der Anteil höher. Zu knabbern haben die vier Beispielhändler an den 19,95 Euro, die sie als Monatsgebühr an Moneybookers abführen müssen. Wenn der Umsatz auf monatlich 2500 Euro wächst, sinkt der Moneybookers-Anteil um 1,6 Prozentpunkte, weil sich die Grundgebühr geringer auswirkt und der Gebührenanteil von 2,9 auf 2,5 Prozent sinkt. Für den Zugriff aufs Guthaben verlangt Moneybookers 1,80 Euro. In der Regel rückt das Unternehmen erst nach einem halben Jahr den kompletten Zahlungseingang heraus. Bis dahin bleiben 10 Prozent beim Dienstleister, mit denen er sich gegen negatives Kontosaldo durch Rückbuchungen schützt.

Rückbuchungen lassen sich vom Händler ausschließen, aber dafür werden saftige 7,9 Prozent Gebühren fällig. Beim Kauf mit Moneybookers kann der Käufer eine Treuhand-Option nutzen. Dafür muss er eine Kaution von 2 Prozent der Summe hinterlegen und zahlt einen Aufschlag von 2 Euro (bei größeren Summen 1 Prozent). Falls er innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware widerspricht, bekommt er sein Geld inklusive Kaution zurück, andernfalls leitet es Moneybookers an den Händler weiter. Außer der Treuhand-Option gibt es keinerlei Käuferschutz – sieht man von der Möglichkeit ab, Kreditkarten- oder Lastschriftzahlungen über das jeweilige Institut zurückzubuchen.

Neben illegalen Waren verbietet Moneybookers, das sich demnächst unter dem Namen "Skrill" neu aufstellen will, den Handel mit Pornografie, Tabak, Medikamenten, Waffen und Prepaid-Karten; bei Alkohol, Diätpillen und Spenden ist eine Genehmigung des Dienstes erforderlich. Das API lässt sich mit HTML-Formularen ansprechen. Auch komplexere Aktionen wie Abo-Abbuchungen, Rückerstattungen, Statusabfragen oder eigene Geldüberweisungen sind damit möglich. Der Händler kann entscheiden, welche von Moneybookers angebotenen Zahlungsmittel er akzeptiert.