Der Hackintosh - Wie die Community aus PCs eigene Macs baut
Seite 5: Weiche Ware
Der Cinebench 11.5 CPU-Test zeigte, dass alle vier echten und die vier virtuellen Kerne im Mac-Klon rackern, sie erreichten im Benchmark den Wert 7,5. Beim Übertakten des Systems von 3,5 auf 4,5 GHz wurde die Leistung 9,5 erzielt, dann aber mit einer Lautstärke von 1,5 Sone (ohne Übertakten maßen wir 0,7 bis 1 Sone). Im Cinebench OpenGL-Test erreichte die Grafikkarte knapp über 42 fps. CPU- und Grafikleistung sind demnach höher als beim MacBook Pro mit Retina-Display (CPU-Test: 6,5 und GPU-Test: 34 fps) und die Grafikperformance gar besser als beim schnellsten Mac Pro. In der reinen CPU-Performance liegt der echte Doppelprozessor-Mac mit seinen 12 Kernen dagegen deutlich vorne. Jedoch können nur eine Handvoll von Programmen so viele Kerne nutzen.
Um fĂĽr Adobe Premiere Pro CS5.5 oder 6 die CUDA- und OpenCL-UnterstĂĽtzung freizuschalten, mussten wir den Namen der verbauten GrafikÂkarte in der Textdatei „suppor ted_cards.txt“ innerhalb des Programmpaketes unter „Contents“ eingeben. Das handhabt Adobe so, um nur wirklich kompatible Grafikkarten zuzulassen. In ersten Test zeigten sich aber keine Inkompatibilitäten und der Videoschnitt mit sechs ĂĽbereinander gelagerten Spuren Full-HD-Material lief flĂĽssig inklusive ÂEffekten. Hier wäre dann eher die Festplatte der Flaschenhals.
Auch andere Profisoftware lief in ersten Tests flott und ohne Murren: InDesign, Photoshop, ÂIllustrator und After Effects CS6, Quark XPress 9, die Virtualisierer Parallels 8 und VMware 5. Software aus dem AppStore störte sich nicht an dem Klon und lief wie erwartet rund, darunter Final Cut Pro, Motion, Pages, Numbers. Sogar stark in die Systemebene eingreifende Erweiterungen wie die Firewall Little Snitch 3 funktionierten grundsätzlich, hier kam es aber einmal zum Einfrieren des Systems, als zu viele Dienste blockiert Âwurden.