Die Wissenschaft hat festgestellt: Häufiger Sex steigert das Gehalt
"Sex sells", heißt es. Aber die aktuelle Redcoon-Werbung ist wieder einmal total unsexy, dafür nur billig und niveaulos. Doch Sex sells nicht nur, sondern Personen, die häufig Sex haben, verdienen auch mehr. Das wollen jedenfalls Wissenschaftlicher aus Cambridge herausgefunden haben. Ob sich die Anstrengungen aber auch lohnen, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Lieber Redcoon-Chef Martin Wild,
Redcoon-Chef Martin Wild
(Bild:Â Redcoon)
vergangene Woche hatten Sie mich eingeladen, die Facebook-Seite von Redcoon zu "liken". Leider kann ich Ihnen diesen Gefallen nicht tun, denn ich muss sagen: Es wäre gelogen. Mir gefällt die Redcoon-Facebookseite nicht. Überhaupt nicht. Ich finde sie sogar total doof. Niveaulos. Und was noch schlimmer ist: völlig unwitzig. Diese vier, wie soll ich sagen, "Dämlichkeiten" finde ich nur billig, und das Video, in dem die vier "billigen Jakobinerinnen" in das erfundene Dorf Billig einfallen und der dortigen Fußballmannschaft "SV Rot-Weiß Billig" unter die Arme greifen, macht die Sache auch nicht besser. Weil ich die Werbeauftritt mit Micaela Schäfer, Gina-Lisa Lohfink und so völlig bescheuert finde, hatte ich ja vor einigen Wochen ja auch schon den neuen MSH-COO Hans-Peter Voigt gebeten, diesen Ausbund an Dämlichkeit zu stoppen. Leider hat er mir bisher nicht den Gefallen getan... Wobei, wenn ich genau drüber nachdenke, ist es mir eigentlich auch völlig schnuppe, wie blöd die Redcoon-Reklame ist. Nur ein "Like" bekommen Sie von mir dafür nicht.
Und sexy ist die Reklame ja übrigens auch nicht. Meine Meinung jedenfalls. Apropos Sex. Das Thema scheint Sie ja zu beschäftigen, lieber Herr Wild. Deshalb muss ich Ihnen unbedingt etwas Interessantes erzählen. In der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift manager seminare las ich gerade einen Artikel mit der Überschrift "Sex steigert das Gehalt". Ökonomen der Anglia Ruskin University in Cambridge haben in einer breit angelegten Studie unter 7.500 Haushalten herausgefunden, dass Menschen, die mehr als viermal in der Woche Sex haben, im Schnitt ein um fünf Prozent höheres Gehalt beziehen als solche, die ihre monatlichen Schäferstündchen an den Fingern einer Hand abzählen können. Schlussfolgerung der Wissenschaftler: Sex macht glücklich und erhöht damit die Leistungsfähigkeit im Job. Interessant, gell? Also all jene, die unzufrieden sind mit dem, was am Ende des Monats auf ihr Konto überwiesen wird, wissen jetzt, was sie zu tun haben.
Gut, es mag Einige geben, die sagen: "Was, vier Mal in der Woche Sex, und das für schlappe fünf Prozent mehr?! Nee, das ist die Anstrengung nicht wert.“ Gut, auch okay, wir zwingen niemanden zu seinem Glück.
Aber zurück zu den britischen Forschern. Ich frage mich ja, ob es wirklich so ist, wie die behaupten. Sorgt häufiger Sex tatsächlich für ein höheres Gehalt? Oder sind die Wissenschaftler hier ganz klassisch in die Kausalitätsfalle geplumpst? Mit anderen Worten: Haben Menschen aus dem Grunde ein höheres Einkommen, weil sie häufiger Verkehr haben, oder haben diese Menschen umgekehrt häufiger Verkehr, weil sie ein höheres Einkommen haben? Oder hat vielleicht sogar beides gar nichts miteinander zu tun, sondern ist mehr oder weniger Zufall. Schwer zu sagen. Fest steht nach dieser Studie lediglich: Besserverdienende haben öfter Sex. Allein das ist ja auch mal interessant zu wissen. Hätte ich so nicht unbedingt vermutet. Aber gut.
Beste GrĂĽĂźe!
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