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Seite 4: Animierte GIFs

Inhaltsverzeichnis

Als Beispiel erstellt man eine kleine Animation, die wie ein Zahlen-Countdown aussieht. Die Zahlen werden nicht ĂŒbereinandergeschichtet (also nicht ‘combined’), sondern nacheinander angezeigt (‘replace’).

Step 1. Mit ‘File/New’ öffnet man ein neues Bild mit transparentem Hintergrund. Auf ihn setzt man die erste Ziffer mit dem Textwerkzeug aus der Toolbox. Gimp benutzt fĂŒr den Text die in der Toolbox angezeigte Vordergrundfarbe. Vor der Texteingabe ist deshalb die Farbe einzustellen. Der Textdialog erscheint, nachdem man im Bild mit der linken Maustaste an die Stelle geklickt hat, wo der erste Buchstabe sitzen soll. Hier wĂ€hlt man Schriftart, GrĂ¶ĂŸe und Neigung. Der eingegebene Text befindet sich zunĂ€chst in einer schwebenden Auswahl, die man mit der Maus an die gewĂŒnschte Stelle schiebt. Ein Klick auf den Anker im Layerdialog fixiert sie.

Step 2. Die Layer, die man als Frames der Animation anzeigen möchte, legt man am besten in einem Rutsch an. Im KontextmenĂŒ des Layerdialogs klickt man so oft auf ‘New Layer’, bis die gewĂŒnschte Anzahl erreicht ist. Alle Layer erhalten einen transparenten Hintergrund und werden mit der Anweisung zur Animation versehen: Layername 1 (100ms)(replace), Layername 2 (100ms)(replace) usw. Ein Doppelklick auf den Layernamen öffnet einen kleinen Dialog zu seiner Änderung. Die Anzahl der Millisekunden darf vierstellig werden.

Step 3. Nachdem alle gewĂŒnschten Layer angelegt und korrekt benannt sind, versieht man sie mit der gewĂŒnschten Ziffer. Layer 1 aktiviert man durch Mausklick im Layerdialog, dadurch wird das kleine Layersymbol blau unterlegt. Die neue Ziffer wird ebenso angelegt wie auf dem Bildhintergrund: Textwerkzeug anwĂ€hlen, Farbe auswĂ€hlen, Mausklick in die passende Bildstelle, Schrift wĂ€hlen, ‘Ok’, Ziffer an die gewĂŒnschte Stelle schieben, schwebende Auswahl verankern.

Step 4. Die Layer darf man nicht miteinander verschmelzen, wie man es sonst nach der Bearbeitung aller Layer tun wĂŒrde. Man belĂ€ĂŸt sie also, wie sie sind und indiziert das Bild mit ‘Image/Indexed’ aus dem KontextmenĂŒ. Das wirkt auf das komplette Bild, so daß man nicht jeden Layer einzeln bearbeiten muß.

Step 5. Mit ‘Filters/Animation/Animation Playback’ aus dem KontextmenĂŒ kontrolliert man die Verzögerung und die Folge der Bilder. Mit diesem Werkzeug kann man außerdem Schritt fĂŒr Schritt durch die Bilder gehen und lange Animationen zurĂŒckspulen.

Step 6. Ist man zufrieden mit dem Ablauf der Animation, kann man das Bild als GIF speichern. Der Dialog bietet automatisch eine Animationsoption, denn Gimp erkennt die Handlungsanweisung fĂŒr jeden Layer. Fehlt sie fĂŒr einen Layer, tritt die im Dialog eingestellte Option fĂŒr ihn in Kraft. Anweisung geht also vor Dialogoption.

(ck)