Hintergrund: So testet c't Fotografie

Seite 6: Vignettierung und Verzeichnung

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Nicht nur bei Consumer-Kameras mit mäßigen Objektiven gibt es das Problem, dass eine einheitlich graue Fläche in den Ecken dunkle Ränder bekommt. Zur Messung der Randabschattung wird ein Milchglas über die Spezialbeleuchtung, einer "Ulbrichtschen Kugel", extrem gleichmäßig ausleuchtet. Bei Kameras mit Zoomobjektiven wird die Vignettierung bei drei Brennweiten in Unendlich-Stellung an jeweils 1200 Stellen im Bild gemessen und als Mittelwert ausgeben.

An einem Rechteckgitter lässt sich präzise die TV-Verzeichnung bestimmen.

Verzeichnung bedeutet die Neigung eines Objektivs, gerade Linien bsonders an den Bildrändern verkrümmt abzubilden. Auch ein Rechteckmuster bleibt kein Rechteck, sondern bekommt eine tonnen- oder kissenförmige Struktur. Angegeben wird die Stärke dieses Effektes über das Verhältnis der Durchbiegung einer Linie am Bildrand in Verhältnis zur gesamten Bildhöhe. Diese Art der Angabe wird auch als TV-Verzeichnung bezeichnet. Ermittelt wird dieser Wert bei Zoom-Objektiven in beiden Brennweiten-Endstellungen.

Ergibt sich gerade eine spannende Situation, die darauf drängt festgehalten zu werden, so ist es störend, wenn die Digitalkamera 30 Sekunden braucht, bis sie einsatzbereit ist. Die Zeit, die vergeht bis eine Kamera einsatzbereit ist, lässt sich aus dem zeitlichen Verlauf des Stromverbrauchs ermitteln.