Canon EOS 250D: Wer braucht diese Einsteiger-Spiegelreflexkamera?
Seite 3: Labortest: Die Bildqualität der EOS 250D
Die wenigen Eigenheiten bei der Bedienung macht die EOS 250D mit ihrer Bildqualität wieder wett. Der großzügige ASP-C-Sensor (22,3 mm x 14,9 mm) arbeitet mit 24 Megapixeln und liefert damit die für diese Klasse übliche Auflösung. Auch die Systemschwester EOS 2000D liegt auf diesem Niveau. Im Labor schlägt sich die 250D dennoch etwas besser.
Das Rauschen bleibt bis ISO 3200 bei einem Visual Noise (VN) von ungefähr 1 und steigt erst bei ISO 6400 auf einen VN von 2,4 (EOS 2000D: 4,4 bei ISO 6400). Der Visual Noise steht für das subjektiv wahrnehmbare Rauschen. Werte bis 0,8 stehen dabei für weitgehende Rauschfreiheit, Werte bis zwei für einen geringen, Werte bis drei für einen mäßig und Werte über drei für einen deutlich störenden Rauscheindruck. Der Dynamikumfang sinkt gegenläufig zum Visual Noise und bleibt ebenfalls bis ISO 3200 stabil bei Werten um ungefähr 10.
Canon EOS 250D: ISO-Reihe (10 Bilder)

Schaut man sich die Bilder von der c’t Testszene an, zeigt sich allerdings, dass die sehr guten Rauschwerte mit einer starken Rauschunterdrückung im JPEG-Modus erkauft sind. Spätestens ab ISO 1600 weichen Schatten auf und Details wie Strukturen und Maserungen von Flächen gehen verloren.
Kit-Objektiv mit Schwächen
Hinzu kommt die durchwachsene Leistung des Kit-Objektivs EF-S 18-55mm 1:4-5.6 mit dem wir die Kamera getestet haben. Es reizt die mögliche Auflösung der Kamera bestenfalls zu 80 Prozent aus. An den Seitenrändern sinkt die Auflösung allerdings schon bei niedrigem ISO-Werten bis auf 50 Prozent ab und bei höheren ISO-Stufen (6400) beträgt sie auch in der Mitte nur noch maximal 50 Prozent. Für eine Einsteiger-Kamera liegen diese Werte im stabilen Mittelfeld. Mit einem leistungsfähigeren Objektiv lässt sich die Auflösung natürlich besser ausschöpfen.
Bei einer Brennweite von 18 Millimetern und Verwendung des Autofokus liegt die Verschlusszeit der Kamera im Mittel bei 0,37 Sekunden, bei 55 Millimetern verlängert sich die Verschlusszeit auf 0,53 Sekunden. Auch das ist nur solider Durchschnitt, aber immer noch Schnappschuss-tauglich.