Daimler-Führung kürzt auch die eigenen Bezüge

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  • ssu

Die Aufsichtsräte des Autobauers Daimler verzichten wegen der dramatischen Absatzkrise des Konzerns auf 10 Prozent ihrer Bezüge. Dies habe das Aufsichtsgremium am Mittwoch einstimmig beschlossen, bestätigte ein Daimler-Sprecher damit entsprechende Informationen der Deutschen Presse-Agentur. Die Regelung gilt bis zum 30. Juni 2010. Im vergangenen Jahr bekamen die Aufsichtsräte der Daimler AG insgesamt 2,8 Millionen Euro an Bezügen.

Am 28. April hatte der Premiumhersteller ein Sparpaket verkündet, das mehreren zehntausend Beschäftigten in Deutschland herbe Lohneinbußen abverlangt. Damit will Daimler rund 2 Milliarden Euro Personalkosten sparen. Im ersten Quartal hatten die Stuttgarter wegen der Autokrise einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro eingefahren.

Von Mai an wird bei etwa 60.000 Beschäftigten aus Bereichen wie Verwaltung, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung die Arbeitszeit um 8,75 Prozent ohne Lohnausgleich verkürzt. Für die 60.000 Mitarbeiter, die in den deutschen Werken von Mai an in Kurzarbeit sein werden, stutzt Daimler seinen Zuschuss zum Kurzarbeitergeld. Außerdem wird die ursprünglich für Mai geplante zweite Stufe der Tariferhöhung auf Oktober verschoben. Die Erfolgsbeteiligung in Höhe von 1900 Euro für die Mitarbeiter der Daimler AG für 2008 wird vorerst nicht ausbezahlt.

Auch Vorstände und leitende Führungskräfte machen von Mai an Abstriche beim Grundgehalt. Beim Vorstand entspreche dies dem Verzicht auf zwei Monatsgehälter, bei den leitenden Führungskräften einem Monatsgehalt. (dpa) (ssu)