FĂĽnf ist TrĂĽmpf: Die Neuerungen der Creative Suite 5 im Detail

Seite 2: Illustrator und InDesign CS5

Inhaltsverzeichnis

Mit dem Perspective Grid kann man in Illustrator auf einfache Weise perspektivische Grafiken anlegen.

Illustrator CS5 erleichtert das Erstellen von perspektivischen Grafiken. Dabei bleibt die Anwendung ein zweidimensionales Grafikwerkzeug; sie erhält lediglich eine perspektivische Hilfestellung. Ein Raster, das verschiedene Ebenen im Raum einblendet, gibt Orientierung. Das "perspective grid" lässt sich mit einem, zwei oder drei Fluchtpunkten anlegen. Über ein 3D-Widget wählt man eine Ebene zur Bearbeitung aus. Objekte, beispielsweise Rechtecke, Kreise und Textbausteine, oder vorbereitete Illustrationen wie Fenster, richten sich perspektivisch an einer gewählten Ebene aus, ohne dass sich der Illustrierende darüber Gedanken machen muss.

Über das "variable stroke width tool" lässt sich die Strichstärke an jedem Punkt einer Linie per Mausklick einstellen. Zum nächsten definierten Punkt verbreitert oder verengt sich die Linie. Pfeilspitzen sind skalier- und ausrichtbar. Eine gestrichelte Linie lässt sich so anlegen, dass sich die Striche jeweils in den Ecken befinden. Der in Photoshop CS5 hinzukommende Borstenpinsel findet sich auch in der neuen Version von Illustrator, allerdings arbeitet er hier vektorbasiert, sodass sich die Strichführung nachträglich ändern lässt.

InDesign CS5 erhält einige Verbesserungen im Detail, die den Spaltensatz verbessern. Überschriften lassen sich innerhalb eines Textrahmens per Mausklick über mehrere Spalten verteilen. Im Gegenzug kann InDesign Text wiederum in Spalten aufteilen. Die vor einigen Jahren populär gewordenen Bilder mit abgerundeten Ecken gibt der Anwender in InDesign bequem über gelbe Anfasser an Bildrahmen in Auftrag. Innerhalb eines Dokuments kann man nun verschiedene Seitengrößen und Ausrichtungen verwenden.

InDesign generiert Bildunterschriften aus Metadaten und lässt Text über mehrere Spalten laufen.

In Bridge CS5 lassen sich alle Seiten eines InDesign-Dokuments durchblättern. Ein Icon in der rechten oberen Ecke der Miniatur zeigt an, dass Dateien wie Fotos oder Logos mit dem Dokument verknüpft sind. Auch InDesign CS5 bekommt eine Mini-Bridge-Palette. Hier lassen sich beispielsweise mehrere Bildelemente markieren und mit der in CS3 eingeführten "Placegun" per Mausklick in verschiedene Rahmen einfügen.

InDesign generiert aus Metadaten wie einer in den IPTC-Daten gespeicherten Überschrift automatisch Bildunterschriften. Im zugehörigen Dialog definiert man das auszulesende Metadatenfeld und Textbausteine, die vor oder hinter dem extrahierten Text stehen, sowie Layoutvorgabe und ob der Text oben, unten, links oder rechts erscheinen soll.

Verwendet ein Dokument einen nicht installierten Font, weist InDesign auf den Fehler hin. Seit der CS4 exportiert InDesign auf Wunsch zusammen mit dem Dokument einen Font-Ordner; InDesign installiert noch nicht auf dem System vorhandene Fonts aus solchen Ordner beim Ă–ffnen des Dokuments automatisch.

Die in einer Ebene zusammengefassten Objekte lassen sich einzeln ein- und ausblenden. Per Drag & Drop kann man Objekte in eine Gruppe aufnehmen, ohne die Gruppe auflösen zu müssen. Ein Klick auf ein kleines Symbol auf der Ameisenlinie, die eine Gruppe anzeigt, hebt die Sperre einer Gruppe auf.

Print-Dokumente exportiert die Anwendung inklusive Links, Animationen und Videobestandteilen auch als interaktive Flash-Anwendung. Dazu dienen die Paletten "Animation", "Timing" und "Preview". Presets wie "Fade in", "Fade out", "Fly in" und "Fly out" stammen aus Flash.