Praxistipp: Farbräume mit Photoshop darstellen

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Zumindest prinzipiell lässt sich daran jedoch verfolgen, was Photoshop bei diesen und anderen Optionen mit den Farben anstellt. Schalten Sie dazu die Softproof-Ansicht mit Strg+Y ein beziehungsweise aus. Bei einigen Profilen mit recht „grauem“ Schwarzpunkt oder verminderter Weiß-Helligkeit werden eventuell auch das Gitter und die Skala selbst von der Markierungsfarbe überdeckt. Das lässt sich verhindern, wenn Sie die Sichtbarkeit der Einstellungsebene „Skala Gamut“ einschalten. Diese Ebene liegt innerhalb der Ebenengruppe „Skala“ und ist standardmäßig ausgeschaltet.

Vergleich der Farbräume sRGB (farbig) und AdobeRGB (Drahtmodell) in zwei Ansichten. Die linke zeigt die Draufsicht, die rechte ist die Vorderansicht (in Richtung der B-Achse).

Standardmäßig zeigt das Testbild einen Schnitt durch den Lab-Farbraum bei der Helligkeit L* = 50 (dies entspricht einem waagerechten Schnitt durch die (im Bild links) in der rechten Hälfte gezeigten 3D-Ansicht in mittlerer Höhe). Um den Helligkeitswert zu ändern, öffnen Sie die Ebenenpalette und doppelklicken auf die Miniatur der mit L* (Anpassung) bezeichneten Einstellungsebene. Es folgt der Dialog Farbton/Sättigung. Die Lab-Helligkeit wird über den untersten der drei Regler verstellt, die anderen Regler sind tabu.

Welche Helligkeit damit erreicht wird, können Sie „live“ auf der Skala am linken Bildrand verfolgen. Um zwei oder mehr Profile direkt zu vergleichen, öffnen Sie für das Testbild die entsprechende Anzahl zusätzlicher Fenster (Menübefehl „Fenster/Anordnen/Neues Fenster für ColorSpaceTestImage.tif“), wählen für jedes Fenster das gewünschte Proof-Profil und schalten die Farbumfang-Warnung ein. Nun öffnen Sie in der Ebenenpalette die Einstellungsebene L* und verändern die Helligkeit. Da alle Fenster dasselbe Bild zeigen, wird damit die Helligkeit für alle gleichzeitig verstellt. So können Sie den gesamten Helligkeitsbereich durchfahren, wobei jedes Fenster sofort den Schnitt durch „seinen“ Farbraum zeigt. Das Epson-Druckerprofil für Hochglanzpapier (links unten im Bild) zeigt, dass die Farbmöglichkeiten moderner Tintenstrahldrucker im Blau-Grün-Bereich schon deutlich über AdobeRGB hinausgehen.

Vier Fenster mit dem Farbraumtestbild zeigen individuelle Farbraumschnitte bei der fĂĽr alle gemeinsam eingestellten Helligkeit L* = 65.

Das Ein- und Ausschalten der Farbumfang- Warnung über die Tastenkombinationen funktioniert übrigens auch, wenn das Dialogfeld der Einstellungsebene geöffnet ist. Farbe und Transparenz der Markierungsfarbe lassen sich in den Photoshop-Voreinstellungen ändern (das hier gewählte Grau ist die Standardeinstellung). Photoshop zeigt die Farbumfang-Warnung nur temporär an, sie wird nicht mit dem Bild gespeichert. Wenn Sie die mit dem Testbild erzeugten Diagramme dauerhaft speichern wollen, ist ein externes Utility zum Anfertigen von Bildschirmfotos notwendig.