Saugbot-Trends auf der IFA: Putzflundern auf Klettertour
Seite 2: Ecovacs Deebot X8 Pro Omni wäscht sich beim Wischen selbst
Ecovacs geht einen anderen Weg als die Konkurrenz, um Teppiche nicht nass zu machen. Im neuen Top-Modell der Marke, Deebot X8 Pro Omni, sind keine Mopps, sondern eine mit Stoff umspannte Walze für den Putz von Hartboden zuständig. Die Walze reinigt sich noch während der Fahrt selbst. Während sie sich dreht, streift sie aufgenommenen Schmutz an einer Plastiklippe ab. Dann wird sie mit frischem Wasser aus dem Robotertank benetzt. Dieser Vorgang wiederholt sich 200 Mal pro Minute.
(Bild: Berti Kolbow-Lehradt)
Dadurch soll die Walze beim Putzen nicht nur mehr Schmutz aufnehmen können. Sie ist dann auch sauber, wenn sie bereits gereinigte Flächen befährt – oder Teppiche, die sowieso nur zu saugen, aber nicht zu wischen sind. Andere Wischroboter müssen ihre Tücher und Mopps in einer Spülpause in der Basisstation auffrischen.
Die Wischwalze des Deebot X8 Pro Omni schiebt sich bei einer Randfahrt aus dem Robotergehäuse aus, um die Kanten zu putzen. Eine ausschwenkbare Seitenbürste schaufelt Krümel aus den Ecken zur Saugermitte. Damit deckt auch Ecovacs‘ neues Modell die Trendfeatures von Oberklasse-Putzhilfen ab. Die mitgelieferte Basisstation beherrscht alle Facetten der Selbstreinigung: Saugen, Spülen, Föhnen.
Die Walze und der größere Wassertank machen den Roboter höher als andere. Weil Ecovacs den Laserturm obendrauf weglässt, bleibt die Bauhöhe trotzdem bei üblichen zehn Zentimetern. Ein sehr breites Sensorband, das sich um die runde Front windet, soll die fehlende Rundumsicht besser kompensieren als bei den älteren eckigen X-Robotern von Ecovacs.
Als Marktstart für den X8 peilt Ecovacs das erste Vierteljahr 2025 an. Ein Preis steht nicht fest. 1200 bis 1500 Euro wäre ein üblicher Kurs.
SwitchBots Mini-Putzflunder bekommt ein Handsauger-Beiboot
Wischen kann der SwitchBot K10+ Pro Combo gar nicht. Stattdessen kümmert er sich rein ums Saugen. Der Namenszusatz "Combo" steht für eine Besonderheit: In der Basisstation dockt auch ein von Hand bedienbarer Stabsauger an.
Durch diese Hybridkonstruktion geht SwitchBot das Problem an, dass die Roboter nun mal keinen Schmutz von weit über den Boden befindlichen Oberflächen wie Sofapolstern, Matratzen beseitigen können. Das muss man mit dem Stabsauger und den mitgelieferten Aufsätzen zwar eigenhändig tun. Aber immerhin das Entleeren des Staubehälters übernimmt die Robotertechnik. Die Basisstation beider Sauger macht das automatisch und deponiert die Ausbeute in einen Drei-Liter-Beutel. Eine solche Kombination aus Roboter und Stabsauger ist noch selten. Außer SwitchBot bietet Ecovacs entsprechende Sets an.
Der SwitchBot-Saugroboter selbst ist bereits solo erhältlich und wegen seiner Mini-Maße vor allem für kleine Wohnungen gedacht. Mit 24 Zentimetern Durchmesser wuselt sich die Putzflunder durch schmalere Bereiche als die üblicherweise zehn Zentimeter größeren Roboter. Das Flächenmaß der Basisstation ist kaum größer als der Roboter. Sie soll nicht mehr Stellfläche als ein A4-Blatt benötigen. Nur nach oben hin überragt sie mit aufgesteckten Stabsauger aber die Lehne eines Bürostuhls.
(Bild: Berti Kolbow-Lehradt)
Mit bis zu 3000 Pascal Saugleistung ist der kleine Roboter nicht der kräftigste. Wer mehr Wirbel will, greift zum Stabsauger, der mit 20.000 Pascal beherzter zulangt. In Sachen Smartness bietet der Roboter mit Laserdistanzsensorik sowie einer Kartenansicht per App guten Standard. Ein Extra-Talent ist die Fähigkeit, ihn per Matter-Standard in Smart-Home-Systeme einzubinden und darüber zu bedienen. Konkret nennt SwitchBot Apples Home-Plattform, die Saugroboter mit dem Erscheinen von iOS 18 integrieren will.
Der K10+ Pro Combo kostet 799 Euro und ist vorbestellbar. Wann der Hersteller die Lieferung startet, steht noch nicht fest.
(mma)