Ich trage einen großen Namen

Für deutsche Fans muss es sich noch immer etwas fremd anhören, aber einen Chevrolet Niva gibt es schon seit 2002. Einst war er als Norfolger für den Lada Niva gedacht, doch es kam anders. Nun wird auf der Automesse MIAS in Moskau die Studie eines neuen Niva vorgestellt – von Chevrolet

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Rustikaler Auftritt: Chevrolet zeigt in Moskau die Studie eines neuen Niva.
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Von
  • rhi

Moskau, 29. August 2014 – Für deutsche Fans muss es sich noch immer etwas fremd anhören, aber einen Chevrolet Niva gibt es schon seit 2002. Einst war er als Norfolger für den Lada Niva gedacht, doch es kam anders. Nun wird auf der Automesse MIAS in Moskau (29. August bis 7. September 2014) die Studie eines neuen Niva vorgestellt – von Chevrolet.

Aggressiv, ja fast brutal soll die Studie des neuen Chevrolet Niva wirken. Sie erinnert optisch an den Ford Ecosport und tritt mit großer 235/70 R16-Offroad-Bereifung, einem Schnorchel und einer Lichtleiste auf dem Dach betont martialisch auf. Der Look ist keineswegs nur Show, denn der Wagen soll auch abseits der Straße überzeugen. Dafür sorgen ein permanenter Allradantrieb plus eine Differentialsperre und eine Untersetzung. Zusätzlich zu diversen Elektro-Helferlein soll es auch Multimedia-Systeme geben. Bei der Studie kommen noch Ledersitze, Kompass und Neigungsmesser dazu. Die Serienversion dürfte ähnlich ausgestattet sein, wenn auch vieles nur gegen Aufpreis zu haben sein wird.

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Rustikaler Auftritt: Chevrolet zeigt in Moskau die Studie eines neuen Niva.

Erst Mitte 2016 soll das Serienmodell auf den Markt kommen, eventuell auch nach West-Europa. Dann allerdings mit einem 1,8-Liter-Benzinmotor samt Fünfgang-Getriebe. Er soll 30 Prozent mehr Drehmoment als das aktuelle Modell bieten. Keine große Kunst, denn dort rackert ein betagter 1,7-Liter-Vierzylinder mit 80 PS vor sich hin.

Ende der 1990er-Jahre hatte der Lada-Mutterkonzern AvtoVAZ einen Nachfolger für den klassischen Niva fertig, litt aber an finanziellen Problemen. Die Lösung war ein 2001 gegründetes Joint-Venture mit General Motors. Bei GM-AvtoVAZ ging der nun Chevrolet Niva genannte Wagen 2002 in Serie. Für einige Jahre wurde ihm der auf dem Opel Astra G basierende Chevrolet Viva zur Seite gestellt.

Davon nicht betroffen war der klassische Lada Niva, wie wir ihn hierzulande kennen. Da der Chevrolet gleichen Namens nur in Russland und angrenzenden Regionen verkauft wurde, konnte die Gelände-Legende in Westeuropa ihren Namen behalten. Die vor einiger Zeit vorgenommene Änderung in "Taiga 4x4" dient nur als Kniff, um die verschärften Crashtest-Normen zu umgehen, weil es sich dann um eine Kleinserie handelt.

(imp)