Zweiter FrĂĽhling
Seite 3: Nur noch Android?
Nur noch Android?
Wer direkt beim Einschalten Android starten möchte, nutzt den Bootmanager Gen.Y DualBoot. Dieser klinkt sich in den Boot-Vorgang ein und präsentiert eine Auswahlmöglichkeit zwischen Windows Mobile und Android. Auch eine Auto-Boot-Option ist enthalten, die nach drei oder zehn Sekunden das vorab ausgewählte System startet.
Weicher Umstieg
Der Exchange-Client ist für viele Windows-Mobile-Anwender die wichtigste Anwendung ihres Mobilgeräts, auch die Bearbeitung von Office-Dateien ist trotz der Schwächen von Office Mobile recht beliebt. Die Exchange-Anbindung hat Android seit der Version 2.0 eingebaut, lokale Synchronisation mit Outlook klappt nicht. Düster sieht es zudem für Umsteiger im Bereich Office aus. Im Android-Market finden sich nur zwei ausgewachsene Office-Anwendungen: das von diversen anderen Plattformen bekannte Documents to go und das nur für Android verfügbare Thinkfree Mobile (siehe Schreibmaschinchen). In beiden Fällen stehen Nutzern umgerüsteter Windows-Mobile-Smartphones lediglich die Demo-Versionen der Software, nicht jedoch die Kaufversionen zur Verfügung. Google beschränkt nämlich den Zugriff auf den Market: Die Suche nach dem Stichwort Documents bringt bei unseren Testgeräten lediglich 40 Treffer hervor, dem Market bekannte Geräte erhalten mehr als die doppelte Anzahl.
Auf einigen Testgeräten schrieb das Installationsprogramm die notwendigen Werte allerdings nicht in die Windows-Mobile-Registry, es war Nachhilfe durch einen Registry-Editor (etwa PHM Regedit) nötig. Das im Stammverzeichnis der SD-Karte liegende Android-System fand der Bootloader dennoch nicht, erst das Verschieben des Systems in einen eigenen Ordner (und Eintrag desselben in der Windows-Mobile-Registry) führte zum Erfolg. Der Bootmanager lässt sich rückstandsfrei deinstallieren, falls er auf dem gewünschten Gerät nicht funktioniert.