Ausprobiert: Der Experimentier-Adventskalender mit der Maus

Seite 2: Saugende TĂĽcher

Inhaltsverzeichnis

Dieses Experiment hat uns besonders gut gefallen. Im Adventskalender sind eine blaue und eine gelbe Farbtablette enthalten, die jeweils in einem Glas Wasser aufgelöst werden. Zwischen diese beiden Gläser wird ein drittes. leeres Glas gestellt. Anschließend schneiden wir aus einem Blatt Küchenpapier zwei längliche Streifen. Eine Seite des ersten Streifens hängen wir in das blau gefärbte Wasser, die andere Seite in das leere Glas. Mit dem zweiten Streifen verbinden wir das Glas mit dem gelb gefärbten Wasser mit dem leeren Glas. Anschließend brauchen wir etwas Geduld, bis sich die Papierstreifen mit Wasser vollgesaugt haben und sich das mittlere Glas langsam mit blauen und gelben Wassertropfen füllt und sich dadurch grün gefärbtes Wasser ergibt. Am besten lässt man den Versuch einfach über Nacht stehen. Am nächsten Morgen ist dann der Wasserstand in allen drei Gläsern gleich hoch.

Farbexperimente (4 Bilder)

Der Ausgangspunkt: Zwei Streifen KĂĽchenpapier, ein Glas mit gelbem Wasser, ein Glas mit blauem Wasser und ein leeres Glas.

Das Experiment erklärt auf anschauliche Art und Weise den Kapillareffekt, den auch Pflanzen nutzen. Das Küchenpapier enthält viele kleine enge Kanäle, durch die das Wasser transportiert wird. Statt Farbtabletten haben wir beim Ausprobieren einen Wasserfarbmalkasten verwendet, um gefärbtes Wasser zu erhalten. Das funktioniert sehr gut und hat den Vorteil, dass wir den Versuch mehrmals wiederholen und damit weitere Farbmischungen ausprobieren können. Beispielsweise haben wir den Versuch auch mit rotem und gelbem Wasser durchgeführt, um im mittleren Glas einen Farbton passend zu den Zitrusfrüchten der Vorweihnachtszeit zu erhalten.

Für diesen Versuch brauchen wir eine 1-Cent-Münze und einen kleinen Becher Wasser. Mit der Pipette aus dem Kalender können wir etwas Wasser einsaugen und einen einzelnen Tropfen auf die Münze geben. Mit der ebenfalls enthaltenen Lupe können wir nun bewundern, wie perfekt der Tropfen zu einer Kuppel geformt ist. Spannend wird es, wenn wir weitere Tropfen hinzugeben, sodass aufgrund der Oberflächenspannung des Wassers ein immer größerer Tropfen entsteht, der sogar ein wenig über den Rand der Münze hinausragen kann.

Pipette und Lupe sind im Kalender enthalten, die 1-Cent-Münze wird zusätzlich benötigt.

Hier haben wir noch eine Idee fĂĽr einen Zusatzversuch: Zusammen mit dem Magnetlesezeichen kann man die Magnetwirkung an der MĂĽnze testen. Klappt es mit den anderen einstelligen Cent-StĂĽcken, also 2 und 5 Cent? Wie verhalten sich die zweistelligen Cent-MĂĽnzen (10, 20 und 50 Cent) und warum?

Dieses Experiment liefert eine schöne Inspiration, wie Kinder kleine, individuell gestaltete Weihnachtsgeschenke mit Aha-Effekt basteln können, beispielsweise für die Großeltern. Im Adventskalender sind Papiersterne enthalten, die wir aus anderem Papier nachschneiden können. In die Mitte des Sterns schreiben wir eine persönliche Weihnachtsbotschaft. Anschließend falten wir die Spitzen des Sterns nach innen, sodass der Text komplett verborgen ist. Mit einem Trick entfaltet sich der Stern wieder selbständig und gibt die Botschaft preis. Hierzu brauchen wir nur eine flache Schale, die wir mit Wasser füllen. Wenn wir nun den Stern vorsichtig in die Wasserschale setzen, beginnt er sich langsam zu entfalten. Nach einigen Sekunden ist er komplett aufgeklappt und die Botschaft lesbar. Dies liegt daran, dass sich die im Papier enthaltenen Fasern mit Wasser vollsaugen und mehr Platz benötigen, wodurch sich der Stern öffnet.

Sternenzauber (4 Bilder)

Auf den Stern schreiben wir eine Weihnachtsbotschaft und falten die Spitzen nach innen, sodass der Text verborgen ist.

Es hat uns viel Spaß gemacht, die spannenden, lehrreichen und zum Teil verblüffenden Experimente durchzuführen. Die Versuche sind anschaulich erklärt und kindgerecht aufbereitet, so wie man es im "Sendung mit der Maus"-Stil gewohnt ist. Offiziell wird der Kalender ab einem Alter von sieben Jahren empfohlen. Die Experimente sind größtenteils so gestaltet, dass sie gemeinsam mit einem Erwachsenen durchgeführt werden sollten. Dass die Kleinen gemeinsam mit Eltern oder Großeltern basteln und experimentieren, finden wir für die Vorweihnachtszeit sehr schön. So können bei Bedarf zusätzliche Erklärungen für die ganz Kleinen gegeben oder die Experimente sogar erweitert werden.

Aufgrund der anschaulichen Beschreibungen und Erklärungen unter der Frage "Was passiert hier eigentlich?" sind die Experimente gut nachvollziehbar. Die meisten Versuche können mit vorhandenen Gegenstände wiederholt werden, ohne dass Spezialteile nachbestellt werden müssten. Der Kalender ist daher ist ein tolles Vorweihnachtsgeschenk nicht nur für Kinder, sondern auch für naturwissenschaftlich interessierte Erwachsene.

Wir wünschen eine fröhliche Vorweihnachtszeit! (hch)