Lese-Freiheit

Seite 4: PC-Verbindung

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Ist Calibre auf „Android“ eingestellt, konvertiert die Software Lesestoff in ein möglichst einfaches Epub-Dokument.

Weil man E-Books direkt am Gerät über den Mobilbrowser oder Shop-Zugänge in den Reader-Apps laden kann, kommt man beim Lesen prinzipiell ohne PC aus. Dennoch empfiehlt es sich, seine Bibliothek am Desktop zu verwalten und von dort mit dem Androiden zu synchronisieren. Denn so pflegt man ein Backup der Bibliothek, vereint alle E-Books an einem Ort und überspielt sie leichter auf verschiedene Lesegeräte.

Für E-Books ohne Kopierschutz eignet sich dazu die Open-Source-Software Calibre (Windows, Linux, Mac OS) besonders gut. Calibre sortiert Bücher nicht nur nach vorgegebenen Kriterien, sondern fügt ihnen auch Metadaten aus dem Netz zu und macht sie per Volltextsuche durchsuchbar. Die Anwendung hilft außerdem, eine bestehende Dokumentesammlung für das Smartphone aufzubereiten: Hat man Calibre beim ersten Start auf „Android“ als Ausgabegerät umgestellt, wandelt es alle Bücher für die Weitergabe ans Smartphone in Epub um und reduziert die Layout-Vorgaben auf ein Minimum. So bleibt man flexibel und kann die E-Books später in der Reader-App nach Belieben in puncto Schriftart, Schriftgröße, Hintergrundfarbe, etc. einstellen. Calibre konvertiert auch Word-Dokumente, PDFs und andere Formate mit fixem Layout in Epub. Das ist allerdings nur bei sehr simplen Dateien wie einspaltigen Romanseiten mit wenig Illustrationen empfehlenswert. Komplexere Layouts werden trotz einer Konvertierungsdauer von gerne einmal über zehn Minuten oft unlesbar.

Über den Menüpunkt „Connect/share“ verbindet man Calibre mit einem per USB angeschlossenen Android. Dazu muss der USB-Speicher zum Schreiben auf dem Smartphone freigegeben sein. Einige Androids erkennt Calibre nicht sofort, dann muss man über „Connect/share“ und „Mit Verzeichnis verbinden“ manuell einen E-Book-Ordner auf dem Smartphone zum Synchronisieren auswählen. Per Rechtsklick auf ein E-Book wird dieses an das Gerät übertragen, Calibre zeigt eine Übersicht mit allen E-Books auf dem Android-Smartphone und synchronisiert neue E-Books in beide Richtungen. Selbstverständlich kann man die Dateien auch ohne Hilfe von Calibre auf die SD-Karte schieben.

Bücher in den Formaten Epub und PDF mit Adobe-Kopierschutz verwaltet Adobes kostenlose E-Book-Verwaltung Digital Editions (Windows, Mac), die wie Calibre zwischen PC und Smartphone synchronisiert, aber keine Konvertierung anderer Formate anbietet. Für Amazon-Bücher braucht man kein PC-Backup: Der Online-Händler hat die Leseliste des Kunden online gespeichert und synchronisiert Bücher auf neue Geräte über die Archiv-Funktion.

Lesen auf Android macht Spaß! Wenn das Smartphone einigermaßen lange läuft und ein großes und leuchtstarkes Display hat, dann reicht es für den Gelegenheitsleser oder eine kurze Bahnfahrt vollkommen aus. In einer Disziplin schlagen die Androids die E-Book-Reader sogar: Durch Apps wie Aldiko, Kindle und Txtr bekommt man nahezu das gesamte Angebot an englisch- und deutschsprachiger Literatur. (acb)