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Edimax 3G-6210n
Im schwarzen Gehäuse des Edimax 3G-6210n steckt ein tragbarer Mini-Router mit Ethernet-Schnittstelle. Die lässt sich sowohl als LAN- als auch als WAN-Port nutzen; ein Schalter stellt die Betriebsart um. Am WAN-Port kann man ein externes DSL- oder Kabelmodem anschließen. Hat man auch ein UMTS-Modem an den USB-Port gesteckt, kann der Router zwischen beiden Leitungen automatisch umschalten, wenn die Hauptleitung ausgefallen ist (Fallback, Fallforward).
Das Gerät wurde mit der Firmware-Version 1.0 geliefert, aktuell – und auch empfehlenswert – ist zurzeit 1.04. Mit der jüngeren Version fällt zum Beispiel die UMTS-Einstellung leichter, weil für viele Provider weltweit Vorgaben an Bord sind (APN, Kennung, Passwort …). Jedoch vermissen wir die Einstellung einer Inaktivitätsfrist, nach der das Gerät die Verbindung selbstständig trennt.
Der Einrichtungsassistent erzwingt die Änderung des Zugangspassworts nicht und das WLAN ist auch beim Edimax ab Werk eingeschaltet, aber die Verschlüsselung wird nicht erzwungen. Der Router bringt für die Zeitsynchronisierung einen NTP-Client mit, der jedoch auf eine feste IP-Adresse eingestellt ist, statt sich bei ntp.pool.org zu erkundigen. Mit ein wenig Geduld meistert man zwar die Konfiguration, muss aber für jede Änderung der Parameter einen Neustart des Geräts hinnehmen.
Nach manchen dieser Neustarts war der Edimax nicht mehr ansprechbar und musste per Aus- und Einschalten zur Räson gebracht werden. Gleiches war nach längeren Betriebszeiten erforderlich, wenn das Gehäuse sehr warm wurde – dann verlor der Router gelegentlich die Internetverbindung und baute sie nicht von selbst wieder auf.
Mit seinem Li-Ion-Akku von 1880 mAh Kapazität, der höchsten der drei Testkandidaten, erreicht der Edimax nur bescheidene Laufzeiten. Im Test war der Akku schon nach 1,5 Stunden Dauer-Download leergelutscht.