Schöner reisen

Seite 2: Navi im Handy

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Wem ein PNA noch zu teuer ist und wer sowieso nur ab und an mal auf unbekannten Wegen mit dem Auto fährt, der weicht auf eine Offboard-Navi-Lösung im Handy aus, welche Mobilfunk-Provider wie T-Mobile und Vodafone für einige GPS-Handys, etwa für das Nokia N95 anbieten [2]. Bei diesen Lösungen bezahlt man nichts für die Software, sondern entrichtet lediglich für jede Streckenführung einzeln oder monatlich einen Obolus an seinen Mobilfunk-Provider. Das nötige Kartenmaterial befindet sich nicht wie bei den herkömmlichen PNAs auf einer Speicherkarte, sondern wird für jede Navigation stückchenweise aus dem Mobilfunknetz geladen, wie beispielsweise bei Navigate von T-Mobile. Pro Navigation bezahlt der Nutzer zwischen 50 Cent und einem Euro, muss allerdings auch die Kosten für den Transfer des Kartenmaterials via Mobilfunk einrechnen. Das kostet zwar noch einmal ein paar Cent mehr, garantiert aber aktuelle Karten – sofern sie der Mobilfunk-Provider regelmäßig auffrischt.

Für Smartphones mit Symbian OS, Windows Mobile und Palm OS gibt es seit längerem auch Onboard-Navi-Software-Lösungen inklusive dem Kartenmaterial auf der Speicherkarte, die ohne Handy allerdings oft schon ebenso teuer sind wie ein ausgewachsener PNA inklusive Karten. Der TomTom-Navigator für Handy und PDA kostet beispielsweise mit Europa-Karten etwa 150 Euro. Braucht man noch einen GPS-Empfänger, sind weitere 50 Euro fällig [2].

Immerhin haben die Handy-Navi-Programme (Offboard und Onboard) inzwischen die meisten Kinderkrankheiten hinter sich gelassen und leiten zuverlässig. Bei den Displays haben natürlich die Stand-alone-Navis die Nase vorn: Muss man bei Handys oft mit winzigen und spiegelnden Bildschirmchen vorliebnehmen, besitzen selbst die günstigsten PNAs heutzutage fast ausschließlich gut entspiegelte Touchscreens ab 3,5 Zoll Diagonale. Da nach wie vor viele Handy-Lautsprecher das Innenraumgeräusch nicht übertönen, muss man mit dem Knopf in einem Ohr fahren. Wen das nicht stört, wird auch mit einer Handy-Navi zufrieden sein – zumal man damit seinen Gerätepark kleiner hält.