Rundum geschĂĽtzt
Seite 4: Wasserscheu
Ein über der Tastatur ausgeschüttetes Glas Wasser führt bei laufendem Notebook meist zu Kurzschlüssen und zum Totalschaden. Einige wenige Notebooks, beispielsweise von Toshiba und Lenovo, reduzieren dieses Risiko, indem Auffangbehälter unter der Tastatur die Flüssigkeit zurückhalten und kontrolliert nach unten ableiten. Das darf nicht mit spritzwassergeschützten Ruggedized Notebooks verwechselt werden – die Behälter dienen nicht dazu, das Gerät wasserdicht zu machen, sondern nur dazu, etwas Zeit zum Ausschalten zu gewinnen, bevor es zum Kurzschluss kommt.
Im Lenovo ThinkPad T61 fängt eine nur 1 mm hohe Wanne an der Tastatur Spritzwasser ab. Im Fall des Falles sollte man das Notebook sofort von der Stromversorgung trennen. Zunächst sollte man das Gerät sofort ausschalten und nicht mehr bewegen (Ausschaltknopf etwa vier Sekunden drücken). Auch der Akku muss noch raus. Da man dafür aber meist das Gerät hochheben muss, sollte man das lassen und den Stromlieferanten erst nach einigen Tagen Trocknungszeit entnehmen. Entweder man schaut danach selbst im Notebook nach der Nässe oder gibt das Notebook zum Service. Das kann der Hersteller selbst sein oder eines der vielen unabhängigen Reparaturunternehmen.
Lenovo integriert seinen Rückhaltebehälter in die schmale Tastatureinheit mit nur einen Millimeter hohen Rändern. Deshalb übersteht das Notebook lediglich 30 bis 50 ccm Flüssigkeit. Toshiba setzt die Tastatur in eine in die Gehäuseoberfläche eingelassene Wanne, die zur Elektronik hin abdichtet. Hier passt deutlich mehr hinein, aber auch da gilt: Bei Wasserschaden sofort ausschalten.
Die beschriebenen Maßnahmen zur erhöhten Ausfallsicherheit ergreifen die Hersteller nicht für Consumer-Notebooks. Da auch noch der Service für Consumer-Notebooks zum Teil deutlich schlechter ausfällt – besonders bei HP klafft unserer Umfrage nach die Schere weit auseinander – sollten sich auch Privatkunden bei den Profiserien umsehen. Business-Geräte sind übrigens nicht unbedingt teurer als die optisch oft ansprechenderen Consumer-Laptops. Wer Multimedia satt oder Gaming-Notebooks bevorzugt, hat aber zu Consumer-Geräten keine Alternative.