So geht's: HiFi-Geräte, Radios und Boxen reparieren, bauen und verbessern
Seite 4: Boxen und Verstärker selber bauen
Falls man nicht gerade einen Kopfhörer benutzt, sind es am Ende Verstärker und Lautsprecherboxen in Kombination, die den Klang formen. Zu diesen beiden Themen haben wir ein paar Spezialiäten zu bieten:
- Alle reden vom Röhrenklang, aber auch Transistoren können charakteristisch klingen, das beweist der Class-A-Verstärker mit stromgesteuerter Endstufe und schwacher Gegenkopplung. Eine Kurzfassung des Artikels gibt es online, die Langfassung stand in Make 4/23 ab Seite 88.
- Booster: Der Eigenbau-Vorverstärker für E-Gitarren kommt mit einem einzigen Poti aus.
- Nicht nachmachen: Es gibt Leute, die bauen Röhrenverstärker mit selbst gefertigten Trioden.
Etwas niederschwelliger als die selbst gebauten Röhren: In unserem Röhren-Einsteigerkurs, den wir schon auf der Radio-Seite erwähnt haben, zeigen wir, wie man einen einfachen Verstärker mit gekauften Röhren selber baut. Und wussten Sie schon, dass man im Prinzip auch Vakuum-Fluoreszenz-Displays (VFD) als Röhren für Audiozwecke nutzen kann? Falls nicht, legen wir Ihnen den Exkurs am Ende unseres Grundlagenartikels zu VFDs ans Herz. Wer sich da nicht selbst rantraut, kann jedenfalls prima Partywissen tanken.
Bleiben die Boxen, ein Thema für sich. Wegweisend sind hier immer noch die beiden Artikel unseres inzwischen verdient verrenteten Kollegen Carsten Meyer namens Klang verbessern: Lautsprecher richtig einsetzen und Tonangeber: Bauanleitung für Lautsprecher – beides zusammen mit ein paar MDF- und Spanplattenresten bescheren bei Beherzigen der Anleitung ein wohlklingendes Boxenpaar für rund 50 Euro.
"Boxen" der eher unkonventionellen Art kommen entweder aus dem 3D-Drucker und können dadurch frei geformt werden – etwa in Gestalt von Eiern. Oder man entdeckt die Möglichkeiten des Gartensortiments einer skandinavischen Möbelkette und baut aus Bambus-Übertöpfen kleine Boxen mit großer Wirkung.
Bambusboxen aus Übertöpfen (14 Bilder)

Hauptzutaten
(Bild: Jan SchĂĽĂźler
)
Noch ein Schmankerl zum Schluss: In professionellen Tonstudios wird symmetrische Signaltechnik zur störungsfreien Übertragung genutzt. Das kann man auch selbst umsetzen und die in unserem Artikel gezeigte Lösung kostet gerade mal 10 Cent. Ein Geheimtipp, nur hier, nur für Sie! (pek)