Rundumschlag
Seite 8: Foto
Die Speicherkarten zum Wechseln nützen auch Gelegenheitsknipsern, zumal der interne Speicher der Handys meist nicht viele der mehrere hundert Kilobyte großen Fotodateien fasst. Zwei Megapixel sind bei den Kameras aktueller Mittel- und Oberklasse-Handys mittlerweile Standard. Auf Fotos spezialisierte Modelle wie K770i, K800i und K810i aus der Cyber-Shot-Serie sowie das T650i von Sony Ericsson bieten auch 3,2 Megapixel und ein Autofokus-Objektiv statt der einfachen Fixfokus-Linsen anderer Geräte.
Das Samsung SGH-U700 ist ebenfalls mit einer Autofokus-Kamera ausgestattet. Mit rund 1,5 Sekunden klappt das Fokussieren bei allen AF-Foto-Handys recht schnell für ein Knipstelefon – selbst einfache Digitalkameras fokussieren allerdings mit etwa einer halben Sekunde deutlich schneller. Die Ergebnisse bieten bei Tageslicht gute Schärfe und Farben. Im Kunstlicht liefern die Sony-Ericsson-Modelle mit automatischem Weißabgleich jedoch oft einen deutlichen Gelbstich, hier wählt man besser eine manuelle Einstellung. Die anderen Geräte im Test besitzen nur einfache Fixfokus-Linsen, mit denen man meist nur unscharfe Ergebnisse erzielt.
Die in allen Kamera-Handys eingesetzten Fotochips erzeugen deutliches Bildrauschen, das bei dunklen Flächen stört. Zwar versuchen die Handys von Sony Ericsson das Rauschen herauszurechnen, liefern dadurch aber etwas verwaschene Bilder. Für Schnappschüsse reicht die Qualität aller Knips-Handys, die Bilder der Autofokus-Modelle eignen sich auch für kleinformatige Abzüge.
Als Videokameras taugen die meisten Handys nicht: Viele produzieren nur unscharfe, briefmarkengroße QCIF-Clips (176 × 144 Pixel), in denen Artefakte bei schnellen Bewegungen das Bild zusätzlich verschlechtern. Eine Ausnahme stellen die Kameratelefone von Nokia dar, die immerhin VGA-Auflösung und einigermaßen scharfe, auch auf dem PC-Bildschirm noch gut aussehende Videos liefern. Alles andere reicht nur für den Versand als Video-MMS.