Schreibmaschinchen

Seite 5: Microsoft Office Mobile

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Excel bereitet die Daten bei Bedarf auch grafisch auf.

Die mobile Variante von Microsofts Bürosuite gehört bereits zum Standardumfang von Windows Mobile und bringt neben stark abgespeckten Versionen von Word, Excel und Powerpoint auch das Notizprogramm OneNote mit. Die Programme bringen die nötigsten Funktionen mit, um auf dem Smartphone Texte zu bearbeiten, Berechnungen durchzuführen, Notizen zu erfassen und Präsentationen zu betrachten.

In Word Mobile kann man Texte recht komfortabel erfassen, die man später auf dem PC weiterverarbeiten möchte, wobei die automatische Wortergänzung das Tippen auf ein Minimum reduziert. Den erzeugten Text kann man fett, kursiv oder in einer anderen Schrift setzen und links- oder rechtsbündig, zentriert, aber erstaunlicherweise nicht im Blocksatz formatieren. Nummerierungen und Aufzählungen helfen, den Inhalt zu strukturieren.

Das in Office Mobile enthaltene OneNote dient als Notizblock.

Mit seinen Rechenfunktionen reicht Excel Mobile für gängige Aufgaben, deren Ergebnisse man dank des Diagrammmoduls auch gleich grafisch aufbereiten kann. Powerpoint führt Präsentationen zwar nur vor, zeigt dafür aber auch animierte Folienübergänge und andere innerhalb der Folien verwendete Effekte. Die Präsentationen kann man automatisch ablaufen lassen oder manuell durch Antippen des Displays steuern. Übers Menü lassen sich Folien auch direkt aufrufen, wobei man die Zielfolie anhand des Titels aus einer Liste auswählt. Eine Vorschau ist hier nicht vorhanden. An der Qualität der Darstellung gibt es nichts zu mäkeln: Im Test zeigte der Viewer selbst komplexe Präsentationen mit den unterschiedlichsten Effekten wie auf dem Desktop-PC an. Wer sich allerdings während der Anreise zu einem Vortrag auf seine eigene Präsentation vorbereiten will, wird eine Option vermissen, die enthaltenen Notizen anzuzeigen.

OneNote dient als handliches Notizbuch, das man stets bei sich tragen kann. Bei Bedarf lassen sich Sprachaufzeichnungen direkt in Notizen einbetten, was ganz praktisch ist, wenn man als Zuhörer mit dem Notieren nicht nachkommt und deshalb Teile des Vortrags aufzeichnen will. Sehr praktisch ist auch die Möglichkeit, über die Smartphone-Kamera Fotos anzufertigen und die Aufnahmen direkt in der Notiz zu speichern. Die erzeugten Notizbücher lassen sich auf dem PC weiter verarbeiten, wenn dort die Desktop-Version von OneNote installiert ist.

Die Bedienung von Word, Excel und OneNote gestaltet sich allerdings recht umständlich. Statt den Inhalt wie beim iPhone durch Bewegen zweier Finger in Echtzeit zoomen zu können, muss man erst das Menü aufrufen. Ob die gewählte Ansicht tatsächlich zum Entziffern des Inhalts reicht, merkt man erst nach dem Schließen des Dialogs, was einen erneuten Aufruf nach sich zieht. Da die Icons in der Symbolleiste sehr dicht gedrängt sind, trifft man die gewünschte Funktion zwar mit dem Stift sofort, mit dem Finger aber nur selten auf Anhieb. Das Positionieren des Cursors gerät mitunter selbst bei maximaler Vergrößerung zum Geduldsspiel.

Auch wenn die mobilen Word- und Excel-Varianten Textdokumente und Tabellen in den alten und neuen Dateiformaten der Desktop-Versionen öffnen und speichern, sind sie zum Bearbeiten bestehender Dokumente vom PC denkbar ungeeignet – es sei denn, man will sie auf dem PC gar nicht mehr weiterverwenden. Zwar zeigt Word Mobile einige nicht unterstützte Objekte, zu denen unter anderem Bilder gehören, als Platzhalter an. Doch alle anderen Elemente und Formatierungen, mit denen das Programm nichts anfangen kann, gehen beim Speichern verloren. Das betrifft einen Großteil der Formatierungen, Fußnoten, Kopfzeilen, Verweise, Verzeichnisse …

Dass man nicht versehentlich wichtige Dokumente überschreibt, verhindert immerhin der Datei-Dialog mit einer Warnung. Zur Sicherheit stellt er nur die Option bereit, das Dokument unter anderem Namen zu speichern. Das ändert aber nichts daran, dass man mit solch „korrigierten“ Dokumenten nicht mehr viel anfangen kann. Die Sekretärin, die ihrem dienstreisenden Chef einen Schwung Geschäftsbriefe zur Korrektur per E-Mail zuschickt, dürfte nicht gerade erfreut sein, wenn sie vor dem Versand alles neu formatieren muss.