macOS: Die besten Befehle fĂĽrs Terminal

Seite 8: Software installieren und Daten sichern

Inhaltsverzeichnis

Auf etwas höheren Schichten liegt hdiutil. Dieses verwaltet auch – wie das Festplattendienstprogramm – Disk-Images. Diese lassen sich über das Terminal ins Dateisystem einbinden:

hdiutil attach Disk_Image.dmg

Auf diese Art ausgerüstet kann man etwa herkömmliche Programme installieren, zum Beispiel über eine ssh-Verbindung.

$ hdiutil attach Disk_Image.dmg
sudo installer -pkg /Volumes/Volume_Name/Paket_Name.pkg -target /
hditutil detach /Volumes/Volume_Name/

Software-Updates bringt nicht der installer-Befehl auf die Festplatte, sondern softwareupdate. Leider fehlt noch eine Integration mit dem App Store, die dort gekauften Apps bringt also nur die GUI-Variante auf den aktuellen Stand. FĂĽr System- und Sicherheitsupdates reichen die Funktionen aber allemal.

sudo softwareupdate --list

zeigt alle verfügbaren Updates auf Apples Servern für den jeweiligen Computer an. Die Schalter –install –all installieren alle davon; wer nur ein bestimmtes Paket updaten möchte, der spricht es direkt an, etwa mit

sudo softwareupdate --install Update_1.1

Wem der Time-Machine-Status in der MenĂĽzeile nicht ausreicht, der kann dem Backup-System mittels tmutil unter die Haube schauen.

Um Time-Machine-Backups zu verwalten, packt Apple seit 10.7 den tmutil-Befehl mit ins System. In seiner einfachsten Form aufgerufen startet er mit tmutil startbackup den Sicherungsvorgang. Das Kommando bietet aber etliche Schmankerl, die ĂĽber die GUI nicht zu bewerkstelligen sind.
Auf neueren Systemen speichert macOS lokale „Zwischenbackups“, wenn die externe (oder Netzwerk-)Backup-Festplatte nicht verfügbar ist. Das kostet aber Speicherplatz – gerade auf MacBook-Air-Maschinen, die nur eine kleine SSD eingebaut haben, kann das schnell zum Ärgernis werden. Der Aufruf

sudo tmutil disablelocal

deaktiviert dieses Verhalten. Der Schalter enablelocal macht die Änderung wieder rückgängig, und tmutil snapshot stößt eine lokale Kopie der Daten an. In der man-Page nicht dokumentiert sind die Schalter status und currentphase, deren Ausgabe etwas auskunftsfreudiger ist als die der Time-Machine-Anzeige in der Menüzeile.

Dokumentiert, aber sonst nicht über die GUI erreichbar ist die Möglichkeit, die Backup-Historie eines obsoleten Rechners mit der eines anderen zu verbinden, etwa dann, wenn man sich einen neuen gekauft hat. Dazu deaktiviert man zunächst automatische Backups, gibt die bereits bestehende Backup-Festplatte als Ziel an und verknüpft die Backup-Verzeichnisse mit dem neuen Rechner:

sudo tmutil disable
sudo tmutil setdestination /Volumes/MeineBackupPlatte
sudo tmutil inheritbackup /Volumes/MeineBackupPlatte/Backups.backupdb/MeinMac
sudo tmutil associatedisk -a / /Volumes/MeineBackupPlatte/Backups.backupdb/MeinMac/Latest/MeineAlteInterneFestplatte

Wer zu den jeweiligen Befehlen mehr wissen möchte, kann wie gewohnt in den man-Pages stöbern oder sie mit dem –help-Schalter aufrufen, den die allermeisten mitbringen. Einige wenige Tools spucken so deutlich mehr Information aus – qlmanage etwa ist so ein Kandidat. (lbe)