Apple Watch Series 6 und SE im ersten Test
Seite 2: Ein (etwas) schnellerer und ein älterer Chip
Die Series 6 treibt ein Zweikern-ARM-Prozessor namens S6 an, der laut Apple vom A13 im iPhone 11 abgeleitet wurde. Der Chip soll laut Apple bis zu 20 Prozent schneller sein als der Vorgänger S5, der in der Series 5 und der SE steckt.
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In der Praxis merkt man das allerdings kaum: So startet etwa die Musik-App auf der Series 6 gefĂĽhlt eine halbe Sekunde schneller als auf der Series 5. Auch die Home-App, mit der man Apples SmartHome-Schnittstelle HomeKit lenkt, war auf der Series 6 etwas frĂĽher einsatzbereit. Bei anderen Apps, etwa Training, Nachrichten, Telefon oder Mail, bemerkten wir keinen Unterschied.
Die Kapazität des Flash-Speichers hat Apple gegenüber der Series 5 nicht verändert: Beide neuen Watch-Modelle werden mit 32 GByte Flash geliefert.
Permanente Höhenmessung
Ein barometrischer Höhenmesser war bereits ab der Series 4 in der Apple Watch eingebaut; den Wert konnte man aber nur aufrufen, wenn die Apps diesen Sensor auch genutzt haben. Bei der Series 5 zeigte etwa der Kompass die aktuelle Höhe an, wenn man die App öffnete und nach unten scrollte. In der Series 6 und der SE ist der Höhenmesser nun permanent aktiv, außerdem soll der Sensor laut Apple auf bis zu 30 Zentimeter genau sein.
Dabei schienen die Series 6 und die Apple Watch SE die Messung etwas genauer durchzuführen als der Vorgänger. So nahmen beide Uhren Schwankungen schneller wahr und änderten die Höhenanzeige früher, wenn wir beispielsweise im Treppenhaus nach oben oder unten liefen. Bei beiden Uhren lässt sich die Höhenmessung auch als Komplikation auf das Ziffernblatt legen, bei der Series 5 geht das nicht.
Schnelles Laden
Ein USB-Netzteil legt Apple keiner Watch mehr bei, ein USB-Ladekabel schon (Typ A). Neu ist bei der Series 6 ein Schnelllademodus: An einem 5-Watt-Netzteil (etwa dem vom iPhone) lädt sie innerhalb von anderthalb Stunden von 0 auf 100 Prozent.
Laut Apple liegt die Laufzeit bei beiden neuen Watches bei bis zu 18 Stunden, abhängig von der Nutzung. Auf den ersten Blick scheint die Laufzeit auf dem Niveau der Series 5 zu liegen. Bei kürzeren Trainings, etwa 30 Minuten Joggen (ohne Musik), verloren die Uhren acht Prozentpunkte.
Eine erste Zerlegung von iFixit zeigt, dass die Series 6 einen etwas größeren Akku zu bieten hat: Das 44mm-Modell legt demnach um 3,5 Prozent auf 1,17 Wattstunden zu, im 40mm-Modell steckt ein Akku mit einer Kapazität von 1,024 Wattstunden – ein Zuwachs um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmodell Series 5, so iFixit.
Ausführliche Messergebnisse und weitere Details reichen wir im Test in Mac & i Heft 6/2020 nach, das am 3. Dezember in den Handel kommt – für das demnächst erscheinende Heft 5 kamen die Testexmplare leider zu spät. Abonnenten von Mac & i oder Heise+ erhalten deutlich früher Zugang zu dem Artikel, so wie schon zu anderen auch.
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(hze)