Test: iPhone 6 und 6 Plus mit NFC, LTE-Modem und 4-Zoll-Display
Seite 2: Technik und Fazit
Leichte Verbesserungen gibt es bei den Kameras. Fotos gefallen wie beim Vorgänger durch hohe Schärfe und natürliche, wenn auch etwas blasse Farben. Der kontinuierliche Autofokus ist rasend schnell. Einen optischen Bildstabilisator gibt es nur im iPhone 6 Plus. Mit seiner Hilfe verwackelten Fotos in unserem Testlabor nicht einmal bei dunklen 10 Lux (etwa abendliche Straßenbeleuchtung). Er ermöglicht ohne Qualitätsverlust schön ruhige Full-HD-Videos, selbst wenn man eine zitterige Hand hat – mit erstmals 60 Frames pro Sekunde. Panoramen nehmen jetzt bis zu 43 Megapixel ein.
Der A8-Prozessor hat weiterhin zwei 64-Bit-fähige CPU-Kerne und ist etwa 20 Prozent schneller als der Vorgänger. Sein Grafikkern erreicht sogar bis zu 50 Prozent bessere Ergebnisse als der im A7, was Spiele nutzen können, um mehr Details zu berechnen. Der ebenfalls überarbeitete Co-Prozessor M8 sammelt Sensordaten unabhängig von der CPU und erfasst nun auch erklommene Steigungen und Treppen.
Premiere feiern NFC (Near Field Communication) für Apple Pay sowie ein "Secure Element", in dem der Dienst den für Zahlungen benötigten dynamisch erzeugten Sicherheitscode und die individuelle Geräte-Kontonummer ablegt (siehe c't 21/14, S. 22). Neu ist obendrein das Barometer, mit dem das iPhone den Luftdruck misst und daraus Höhenunterschiede berechnet.
Das LTE-Modem unterstützt nun 16 LTE-Bänder (inklusive der drei deutschen) und empfängt Daten erstmals bei Apple mit bis zu 150 MBit/s. Der Arbeitsspeicher ist weiterhin 1 GByte groß.
Bei Dauerlast wird das iPhone 6 spĂĽrbar warm und erreicht auf der RĂĽckseite bis zu 41 Grad. Die ersten Ergebnisse aus dem Testlabor deuten auf sehr gute Akkulaufzeiten hin.
Mindestens 700 Euro fĂĽr das iPhone 6 und 800 Euro fĂĽr das iPhone 6 Plus verlangt Apple fĂĽr die Modelle mit mageren 16 GByte internem Speicher. 64 GByte kosten jeweils 100 Euro, 128 GByte 200 Euro Aufpreis.
Fazit
Wer ein älteres iPhone besitzt oder schon sehnsüchtig auf ein größeres Display wartet, wird an den Modellen der Generation 6 seine Freude haben. Ist man mit der Leistung und dem 4-Zoll-Bildschirm des iPhone 5s glücklich, kann man sie hingegen getrost überspringen.
Für Windows-Phone- und Android-Nutzer ist mit den größeren Displays eines der wichtigsten Argumente gegen ein iPhone weggefallen. Bei den Android-Flaggschiffen hat man immer noch mehr Anpassungsmöglichkeiten, eine Vielfalt an Geräten mit unterschiedlicher Ausstattung und vor allem günstigere Preise.
AusfĂĽhrliche Test- und Benchmarkergebnisse sowie weitere technische Details bringt c't 21/14, ab 20. September am Kiosk. (se)