Next-Gen-Konsole Xbox Series X im Vorab-Check: Leises 4K-Powerhouse mit Pfiff

Seite 3: Hohe Bildraten, schnelle Spielwechsel dank Quick Resume

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Die Xbox Series X steuert geeignete Displays mit bis zu 120 Hz an.

(Bild: heise online/wie)

Durch die HDMI-2.1-Schnittstelle ist es möglich, die Series X an einem kompatiblen TV-Gerät bei 4K und mit bis zu 120 Hz zu betreiben. Zusätzlich unterstützt sie VRR – Variable Refresh Rate, Spiele auch bei geringeren Bildraten flüssig wirken lässt. 120 Hz konnten wir an einem LG CX und LG C9 bereits ausprobieren – es funktioniert.

Zwar kann die Preview-Version von Dirt 5 noch nicht auf allen Strecken stabile 120 Bilder pro Sekunden liefern – auf den meisten gelingt es aber. Dabei ist die geringere Eingabeverzögerung direkt spürbar; die erhöhte Bildschärfe bei schnellen Bewegungen fällt positiv auf. Die Series X erreicht solch hohe Bildraten in Dirt 5 allerdings nicht ohne Einbußen bei der grafischen Qualität. Intern wird in einer geringeren Auflösung gerendert, es gibt weniger detaillierte Schatten, weniger Zuschauer und die Reflexionen auf den Karosserien aktualisieren sich deutlich seltener im 120-fps-Modus.

Einige ältere Spiele wie zum Beispiel Final Fantasy 15 oder Sekiro: Shadows Die Twice laufen bereits jetzt ohne speziellen Patch mit höherer Bildrate auf der Series X – nämlich mit 60 statt 30 fps.

Xbox Series X neben der Playstation 4 Pro.

(Bild: heise online/wie)

Das zweite für Series-X-optimierte Spiel, das wir bereits spielen können, ist Yakuza: Like a Dragon. Der Mix aus japanischem Adventure & Rollenspiel läuft stabil bei 60 Bildern pro Sekunde im "Normal"-Modus. Allerdings rendert die Konsole das Spiel dann intern in einer niedrigeren Auflösung (1440p). Stellen wir im Spiel auf den Grafik-Modus, erhöht sich die Renderauflösung zwar auf 4K, die Bildrate sinkt aber auf 30 fps. Einer unser Test-PCs mit dem AMD-Achtkernprozessor Ryzen 9 3900X und der Nvidia-Grafikkarte GeForce RTX 2070 Super stellt die identische Spiel-Demo in 4K mit 60 fps dar.

Um die 120-Hz-Ausgabe nutzen zu können, braucht man ein entsprechendes Display – entweder ein 4K-fähiges mit HDMI-2.1-Kompatibilität oder alternativ ein Full-HD-Display mit mindestens HDMI 2.0. Unser Testfernseher von LG erforderte für 4K120 noch ein HDMI-2.1-Firmwareupdate, danach klappte alles problemlos.

Sehr praktisch im Alltag ist das schnelle Wechseln zwischen Spielen, Quick Resume genannt. Dank der sehr schnellen SSD ist es möglich, innerhalb von Sekunden zur letzten Spielstelle verschiedener Spiele zu springen. So dauerte es etwa 5 Sekunden, bis wir von Doom Eternal direkt in Ori and the Will of the Whisps sprangen. Dazu muss man lediglich die Xbox-Taste in der Mitte des Controllers betätigen, eines der aufgelisteten Spiele auswählen und zack, ist man drin. In unseren Tests klappt das mit fünf Spielen gleichzeitig problemlos. Sofern wir auch kleinere Spiele der vergangenen Generationen ausprobierten, funktioniert es sogar mit bis zu acht. Quick Resume ist enorm zeitsparend.

Via Quick Resume lässt sich in wenigen Sekunden zu Spielständen verschiedener Spiele springen - das klappt am einfachsten übers Quick-Dashboard.

(Bild: heise online/wie)

Beeindruckend ist zudem, dass auch das Ziehen des Netzsteckers nach dem Herunterfahren die Quick-Resume-Spielstände erhält – die notwendigen Daten bleiben auf der SSD gespeichert. Einzig das manuelle Beenden eines Spiels unterbricht seine Quick-Resume-Funktion oder natürlich ein direkter Stromausfall während des Spielens.