Raspberry Pi 400 im Tastaturgehäuse (nicht nur) für Schüler
Seite 2: Läuft wie ein Raspi 4
Im Betrieb des Raspberry Pi 400 sind keine wesentlichen Unterschiede zu einem Raspberry Pi 4 mit ebenfalls 4 GByte RAM spĂĽrbar. Die Rechenleistung ist im Vergleich zu modernen x86-Rechnern sehr mager, genĂĽgt aber etwa fĂĽr einfache BĂĽroarbeiten und zum Websurfen.
Audiosignale gibt der Raspberry Pi 400 per HDMI aus, etwa an einen angeschlossenen Monitor. Alternativ kann man ein Bluetooth-Headset verwenden oder einen USB-Audio-Adapter.
FĂĽr Videokonferenzen geeignet
Für Schüler, die den Raspi 400 im Coronavirus-Lockdown nutzen wollen, ist die Eignung für Videokonferenzen wichtig: Das funktionierte im standardmäßig installierten Chromium-Browser etwa mit Jitsi Meet, wenn man eine USB-Webcam anschließt (kompatibel zu USB Video Class, UVC).
Die per Snap installierbare, inoffizielle Version von Microsoft Teams fand aber keine Audiogeräte. Von einer anderen MicroSD-Karte konnten wir problemlos auch die Raspi-Version von Ubuntu 20.10 booten, das als 64-Bit-Version kommt. Hier lässt sich der Browser Chromium nachinstallieren und darin wiederum funktionierte der Web-Client von Microsoft Teams. Den muss man aber rechtzeitig vor der Videokonferenz starten, das Laden dauert lange.
Wie beim Raspi 4 lassen sich auch zwei HDMI-Displays gleichzeitig anschließen, jeweils mit Auflösungen bis hin zu 4K/UHD (3840 × 2160). YouTube-Videos liefen im Chromium-Browser allerdings nur bis 720p-Auflösung ruckelfrei.
Attraktiver Linux-Mini
Der Raspberry Pi 400 sieht niedlich aus und kommt als Kit mit farblich passendem Zubehör. Er stellt Schülern (und anderen Nutzern) grundlegende Office- und Web-Funktionen bereit. Die Tastatur genügt einfachen Ansprüchen.
Im Vergleich zu einem billigen Tablet oder Smartphone als Schüler-Heimcomputer bietet der Raspi 400 als Vorteil Tastatur und Maus für Schreibarbeiten sowie ein offenes Betriebssystem ohne Cloud-Zwang. Allerdings braucht man noch einen Monitor oder man schließt ihn an den Fernseher an. Im Vergleich zu einem gebrauchten Notebook kann der Raspi 400 mit geräuschlosem Betrieb und recht robuster Bauweise punkten.
Dank der GPIO-Anschlussleiste, des riesigen Software-Angebots und vieler gut dokumentierter Projekte eignet sich der Raspi 400 ähnlich wie der Raspi 4 für Basteleien und Experimente. Wenn letztere aber der Haupteinsatzzweck sind, bietet ein Raspi 4 mehr Anschlüsse und Erweiterungsmöglichkeiten.
| Raspberry Pi 400 | |
| Mini-PC mit ARM-SoC im Tastaturgehäuse | |
| Anbieter | Raspberry Pi Foundation (raspberrypi.org) |
| Prozessor | Broadcom BCM2711 (4 Ă— ARM Cortex-A72, max. 1,8 GHz) |
| GPU | Broadcom VideoCore IV in BCM2711 |
| RAM | 4 GByte LPDDR4 (verlötet) |
| Massenspeicher | MicroSD-Kartenleser mit SanDisk Edge 16GB (A1-Spezifikation, 10 GByte frei) |
| AnschlĂĽsse | 2 Ă— Micro-HDMI, 2 Ă— USB-A 3.0, 1 Ă— USB-A 2.0, 1 Ă— Gigabit Ethernet (RJ45), Stromversorgung (USB-C), MicroSD-Reader, 40-polige GPIO-Leiste, Kensington Lock |
| Abmessungen | 25,5 cm Ă— 2 cm Ă— 12,5 cm |
| Gewicht | 395 Gramm |
| Zubehör Kit-Version | USB-C-Netzteil, USB-Maus, MicroSD-Karte, Kabel Micro-HDMI-HDMI |
| Betriebssystem | Raspberry Pi OS (32-Bit, Buster) |
| Leistungsaufnahme Soft-off | 0,14 Watt |
| Leistungsaufn. Leerlauf / CPU-Last | 2,6 / 5,5 Watt |
| Preis | 70 €, Kit circa 100 € |
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(ciw)