Rasante Legende: 20 Jahre McLaren F1

Über 380 km/h schnell und rund 1,5 Millionen Mark teuer: Der McLaren F1 war in den 1990er-Jahren der extremste Supersportwagen auf dem Markt. Jetzt zelebriert der Hersteller das Jubiläum des Flitzers

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Von
  • rhi
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Woking (Großbritannien), 27. Mai 2010 – Es war im Jahr 1988, als McLaren auf dem Höhepunkt des Erfolgs in der Formel 1 einen Entschluss fasste: Den besten Sportwagen, den die Welt je gesehen hatte, wollte man bauen. Im Frühjahr 1990, also vor genau 20 Jahren, begann die Entwicklung des schlicht "F1" genannten Autos.

Am 28. Mai 1992 wurde die Straßenversion des F1 in Monaco vorgestellt, allerdings wurde das erste Kundenfahrzeug nicht vor Dezember 1993 ausgeliefert. Ein Grund dafür war die sehr aufwendige Konstruktion des McLaren-Flitzers. Der so genannte Monocoque-Aufbau des F1 besteht komplett aus Kohlefaser und wiegt gerade einmal 100 Kilogramm. Geradezu rekordverdächtig ist das Gewicht der Türen: 7 kg inklusive Seitenaufprallschutz. Ungewöhnlich auch die Sitzposition des Fahrers: Dieser nimmt mittig Platz, links und rechts von ihm befinden sich nach hinten versetzt Sessel für Mitfahrer. Für den Antrieb sorgt ein Sechsliter-V12-Saugmotor von BMW, der je nach Version des F1 zwischen 627 und 680 PS bereitstellt. So beschleunigt der F1 in 3,4 Sekunden auf Tempo 100.

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Sportwagen-Gigant: Vor 20 Jahren begann die Entwicklung des McLaren F1.

Auf Druck der Kunden entwickelte McLaren im Jahr 1994 eine Rennversion des F1, um damit 1995 in der FIA GT1-Serie anzutreten. Mit Erfolg: Der F1 GTR holte nicht nur die GT1-WM, sondern siegte auch bei seinem Debüt in Le Mans. Beim 24-Stunden-Rennen komplettierten McLaren-Teams auf den Plätzen 3, 4, 5 und 13 das Gesamtbild. 1997 schließlich rollte der ultimative F1 auf die Piste, der GTR "Longtail", so benannt aufgrund der verlängerten Karosserieüberhänge.