Elektroauto: Scholz schlägt auf Brüsseler Gipfel Kaufanreize auf EU-Ebene vor

Dem schleppenden europäischen Absatz von E-Autos möchte Kanzler Scholz gemeinsam mit seinen EU-Partnern begegnen, weil es ein gemeinschaftliches Problem sei.

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Kanzler Olaf Scholz, SPD

Kanzler Olaf Scholz, SPD auf dem EU-Gipfel in Brüssel am 19. Dez. 2024

(Bild: © European Union, 2024, CC BY 4.0)

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Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich für eine europäische E-Auto-Förderung ausgesprochen. "Wir brauchen auch Fördermaßnahmen", sagte er nach einem EU-Gipfel in Brüssel. Da der Markt für Elektroautos ein europäischer sei, mit vernetzten Produktions-, Liefer- und Kundenstrukturen, wäre es das Beste, "dass wir eine europäische Lösung finden, was Kaufanreize betrifft", so der SPD-Politiker. Als Beispiele nannte er Steuervorteile oder Kaufprämien. Eine ähnliche Forderung steht auch im SPD-Wahlprogramm.

Wer in Deutschland bestimmte Autos kaufen wolle, bekomme sie Scholz zufolge zwar von deutschen Automobilunternehmen, aber manchmal nicht aus Deutschland. "Und wer ein französisches Auto kaufen will, kriegt es manchmal aus Deutschland", so der Kanzler. Deshalb ergebe es Sinn, einen gemeinsamen Ansatz zu wählen.

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Die Idee einer europäischen Subventionierung kommt zur Forderung aus dem SPD-Wahlprogramm, der zufolge deutsche Elektroautos gefördert werden sollen. Der Partei schwebt ein zeitlich befristeter Steuerabzugsbetrag für die Anschaffung eines in Deutschland produzierten E-Autos vor. Im Programm heißt es dazu: "Das ist einfach und unkompliziert umsetzbar: kaufen, bei der Steuer angeben, Zuschuss direkt aufs Konto".

(fpi)