Millioneninvestition: Hamburgs S-BahnzĂĽge sollen automatisiert fahren
Bis zum Jahr 2030 soll der S-Bahnverkehr in Hamburg um 30 Prozent steigen. DafĂĽr muss die Zugflotte auf einen automatisierten Betrieb umgerĂĽstet werden.
Digitaler S-Bahnzug in Hamburg: Steigerung des Zugverkehrs um 30 Prozent bis 2030
(Bild: Deutsche Bahn AG)
Mehr Züge mit kürzerem Takt: Hamburg will seine S-Bahn digitalisieren. Ziel ist, die Kapazität des öffentlichen Personennahverkehrs zu steigern. Für das Projekt stellt der Senat 285 Millionen Euro bereit.
"Unser Ziel ist es, dass Hamburgs S-Bahn wächst und dabei gleichzeitig an Pünktlichkeit und Qualität gewinnt", sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne): In Zukunft sollen deutlich mehr Züge im Netz unterwegs sein und dabei an Pünktlichkeit und Qualität gewinnen.
Dafür müssen 169 S-Bahn-Züge mit neuen Zugsteuerungssystemen ausgestattet werden, der Automatic Train Operation (ATO) und dem European Train Control System (ETCS). Dafür ist ein Großteil der jetzt bereitgestellten Mittel gedacht. Für 25 Züge der älteren Baureihe 474 ist die Umrüstung bereits beauftragt. Zudem hat die Hamburger S-Bahn 64 Züge der Baureihe 490 bestellt, die bereits mit der digitalen Technik ausgestattet sind.
Umgerüstete Züge werden länger im Einsatz sein
Durch die Umrüstung der Baureihe 474 verlängert sich auch die Betriebsdauer der Züge: Statt wie ursprünglich geplant im Jahr 2033 sollen sie bis zum Jahr 2037 im Einsatz bleiben. Das soll den Haushalt deutlich entlasten
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"Mit der Volldigitalisierung der S-Bahn werden wir deutschlandweit das modernste System auf die Schiene bringen und zukunftsweisend aufstellen", sagte Tjarks. Seit 2022 fahren bereits vier Züge der Linie S2 im regulären Betrieb auf dem Streckenabschnitt zwischen Berliner Tor und Bergedorf automatisch. Das Projekt wurde im Rahmen des Mobilitätskongresses ITS im Oktober 2021 vorgestellt".
Die Digitalisierung der S-Bahn muss laut Verkehrsbehörde zügig voranschreiten: Das S-Bahnnetz soll um zwei Linien vergrößert werden, auf der bestehenden Trasse in den Vorstadtbezirk Harburg südlich der Elbe solle eine weitere eingerichtet werden. Bis zum Jahr 2030 soll der Zugverkehr um 30 Prozent wachsen. Dann soll die S-Bahn 1,1 Millionen Passagieren pro Tag befördern. Derzeit sind es 750.000.
(wpl)