Bericht: Sonos wollte MagSafe-Lautsprecher bauen
Die in einer Krise steckende Audiofirma Sonos plante offenbar ein besonderes Zubehör: einen portablen Lautsprecher für iPhones.
Sonos-Logo: Ideen für MagSafe-Zubehör entwickelt.
(Bild: dpa, Christoph Dernbach/dpa)
Apples iPhones haben zwar einen trotz ihrer Größe recht voluminösen Lautsprecher, Hi-Fi-Klang erwartet davon aber niemand. Aus diesem Grund soll der Lautsprecher- und Soundbar-Spezialist Sonos geplant haben, einen eigenen Kompakt-Speaker speziell für Apple-Handys auf den Markt zu bringen. Die durchaus clevere Idee: Das Gerät sollte über Apples Magnettechnik MagSafe am iPhone haften. Allerdings hat sich Sonos dann doch dagegen entschieden, den MagSafe-Lautsprecher auf den Markt zu bringen, berichtet das IT-Blog The Verge.
Größe eines MagSafe-Akkus
Noch im letzten Jahr soll Sonos demnach an dem Projekt gearbeitet haben. Zielgruppe: Insbesondere jüngere Mitglieder der "Generation Z". Es sei ein Prototyp eines Miniaturlautsprechers erstellt worden, der sich magnetisch an aktuellen iPhones (ab Generation 12) befestigen lässt. Ganz neu ist die Idee nicht, schon vor Jahren gab es solche Systeme vom Konkurrenten JBL für Motorola-Handys. Dabei wurde der Sound automatisch auf den am Gerät angebrachten Lautsprecher übertragen. Das wäre technisch auch mit MagSafe gegangen, das eine Komponenten-ID an das iPhone durchgegeben wird. Die Übertragung wäre dann per Bluetooth erfolgt.
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Der kleinere Anbieter Scosche hat mit dem BoomCan MS sogar schon ein recht voluminöses, rundes Produkt für iPhones im Angebot, das der Sonos-Idee nahekommt. Stereoklang gibt es aber nur mit zwei der Speaker, die pro Stück knapp 30 US-Dollar kosten. Sonos habe aber ein "rechteckigeres Design" geplant, das sich länger mit dem iPhone verbinden lassen sollte. Der Look der Prototypen soll dem bekannten MagSafe-Akkupack von Apple entsprochen haben.
Interesse verloren, dann App-Debakel
Sonos wollte für den technischen Aufbau einen neuartigen Transducer verwenden, der auf kleinem Raum guten Klang ermöglicht – die Technik stammt vom Anbieter Mayht, den Sonos 2022 übernommen hatte. Das Unternehmen habe sich dann aber dagegen entschieden, das Gerät zu bauen, da es technische Einschränkungen und eine zu kleine Zielgruppe gegeben habe.
Der Hersteller hatte zudem kurz nach dem Start dieses Projektes mit anderen Problemen zu kämpfen: Eine neue Sonos-App kam aufgrund fehlender Funktionen und anderer Probleme bei den Nutzern überhaupt nicht gut an, was letztlich zur Kündigung des Chefs sowie der Entlassung von 200 Mitarbeitern führte. Die Mayht-Technik steckt nun in der Soundbar Sonos Arc Ultra.
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(bsc)