Vivo-Smartphones werden nach Nokia-Klage nun wieder in Deutschland verkauft

Schon vor einem Jahr einigten sich Nokia und Vivo auf ein neues Lizenzabkommen. Erst jetzt kann man Vivo-Handys aber wieder in Deutschland kaufen.

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Smartphone liegt auf Tisch

Das Vivo X 200 wird jetzt wieder in Deutschland verkauft.

(Bild: Vivo)

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Vivo bringt einige seiner Smartphones zurück nach Deutschland: Ausgewählte Modelle aus verschiedenen Preisklassen sind jetzt wieder bei Amazon verfügbar, teilte der chinesische Hersteller mit. Dazu gehören neben dem Flaggschiff X200 auch das X100 Pro sowie das Vivo V40 und das Y28.

Wegen Patentklagen von Nokia musste sich Vivo zwischenzeitlich vom deutschen Markt verabschieden. Nokia hatte 2022 mehrere Klagen über angebliche Patentverletzungen von Vivo eingereicht. 2023 urteilte das Landgericht Mannheim, dass Vivo das Patent EP2981103 mit seinen Handys verletzt. Es beschreibt ein Verfahren zur "Zuteilung von Präambelsequenzen" beim Zugang zu Mobilfunknetzen und ist für die Mobilfunkstandards 4G und 5G wichtig. Daraufhin nahm Vivo seine Geräte in Deutschland aus dem Verkauf.

Allerdings konnten sich beide Parteien bereits im Februar 2024 über ein Lizenzabkommen einigen. Damit seien alle Rechtsstreitigkeiten zwischen Vivo und Nokia beigelegt, teilten die Unternehmen mit. Seitdem stand es Vivo offen, seine Mobilgeräte wieder in Deutschland anzubieten. Warum der chinesische Hersteller erst jetzt von dieser Möglichkeit Gebrauch macht, geht aus der Vivo-Mitteilung nicht hervor.

Laut Counterpoint Research ist Vivo mit einem Marktanteil von 8 Prozent der weltweit viertgrößte Smartphone-Hersteller – gleichauf mit Oppo, das wie Vivo zum chinesischen Großkonzern BBK gehört. Den Großteil seiner Kundschaft hat Vivo auf dem chinesischen Heimatmarkt.

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Nokia war als einstmaliger Marktführer auf dem Mobilfunkmarkt an der Entwicklung zahlreicher Standards beteiligt und hält eigenen Angaben zufolge 6000 Patentfamilien, die für 5G unerlässlich sind.

In den vergangenen Jahren hat das finnische Unternehmen verstärkt vor Gericht auf diese Patente gepocht. So musste sich etwa der Smartphone-Hersteller Oppo samt seiner OnePlus-Marke mit Nokia einigen, nachdem das Unternehmen die Handys vom deutschen Markt gedrängt hatte. Auch gegen Amazons Prime Video konnte Nokia zuletzt einen juristischen Erfolg verzeichnen.

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