Vorstellung Skoda Kodiaq RS: Gestärktes Topmodell ohne Hybrid
Skoda legt den in der Vergangenheit sehr beliebten Kodiaq RS wieder auf. Er bekommt einen Benziner mit 195 kW. Die interne Konkurrenz ist allerdings hart.
(Bild: Skoda)
Seit vielen Jahren ist Skoda mit den RS-Ablegern von verschiedenen Modellen derart erfolgreich, dass es fast verwunderlich ist, dass nicht jedes mit einer solchen Version angeboten wird. Nach der Einführung des überarbeiteten Octavia RS im Herbst 2024 folgt nun die Bestellfreigabe für den neuen Kodiaq RS. Er folgt dem bekannten Muster mit einer dezenten Nachschärfung des Designs und dem stärksten Antrieb in diesem SUV.
Zugeschnitten auf die Zielgruppe
Skoda hat darauf verzichtet, das Topmodell des SUVs mit allerlei Spoilern zu versehen. Am deutlichsten wird die Abgrenzung zu den zivilen Modellen an der Front, die mit größeren Kühlluftöffnungen etwas wilder erscheint. Vermutlich wird es der Zielgruppe mehrheitlich so gefallen. Zur Serienausstattung gehören unter anderem 20-Zoll-Felgen, Matrix-Licht und ein adaptives Fahrwerk. Erstaunlicherweise macht Skoda bei der Größe der vorderen Bremsscheiben einen kleinen Unterschied zwischen Fünf- und Siebensitzer: In letzterem sind sie mit 340 mm ganze 5 mm größer. Für den Fahrer macht das keinen Unterschied, doch es vergrößert den Aufwand in der Logistik für den Hersteller.
Skoda Kodiaq RS (4 Bilder)

Skoda
)Kein Hybrid
Der Zweiliter-Vierzylinder leistet 195 kW und bietet ein maximales Drehmoment von 400 Nm, das zwischen 1650 und 4350/min anliegen. Allradantrieb ist ebenso alternativlos wie das Doppelkupplungsgetriebe. Es handelt sich um das intern DQ381 genannte Getriebe mit sieben Gängen, dessen Kupplungen im Ölbad laufen. Im Standardsprint reichen 6,3 Sekunden, bei 231 km/h ist Schluss, weil Skoda eine elektronische Begrenzung eingebaut hat. Der Tank fasst 58 Liter, aus dem sich das SUV im WLTP alle 100 km zwischen 8,2 und 8,5 Liter genehmigt. Eine Hybridisierung bringt der Antrieb nicht mit.
Videos by heise
Interne Konkurrenz
Der Kodiaq RS wird ab 57.900 Euro angeboten, und die Serienausstattung ist reichhaltig. Die Liste der möglichen Extras ist kurz, hat aber durchaus das Zeug dazu, den Preis um ein paar Tausender zu verschieben. Zu den großen Posten gehören die Standheizung (1190 Euro), das große Schiebedach (1300 Euro), die dritte Sitzreihe (1320 Euro) und Trittbretter für 1110 Euro. Zu den direkten Konkurrenten des Kodiaq RS muss der Enyaq 85x gezählt werden, der nochmals 15 kW mehr bietet und finanziell in einer ähnlichen Liga spielt. Wer es noch hurtiger braucht, kann darauf hoffen, dass Skoda auch den gerade überarbeiteten Enyaq wieder als RS anbieten wird. Der Antrieb dürfte dem entsprechen, was in anderen Modellen auf dieser Plattform schon angeboten wird. Die Systemleistung liegt bei 250 kW, das maximale Drehmoment bei 545 Nm.
(mfz)