Gigabytes für KI: Versteckt Apple Intelligence-Speicherverbrauch auf dem Mac?

Eine Installation von Apples Sprachmodellen und Bildgeneratoren auf Mac, iPhone oder iPad kann ordentlich Platz belegen. Das will Apple offenbar verbergen.

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Apple Intelligence auf Mac, iPad und iPhone

Apple Intelligence auf Mac, iPad und iPhone: mit schmaler SSD eher unschön.

(Bild: Apple)

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Apple versucht schon seit Längerem, Nutzern sein KI-System Apple Intelligence schmackhaft zu machen. War es anfangs sogar recht schwer, es zu aktivieren, wird die Technik nun auf unterstützten Systemen automatisch gestartet, respektive sogar bei der Installation von Updates reaktiviert. Und auch in den Betriebssystemen ist es zunehmend tief verankert. Doch es gibt auch Gründe, Apple Intelligence nicht zu nutzen: Seien es nun Datenschutzbefürchtungen oder die Tatsache, dass man im bisherigen Funktionsumfang wenig Lohnenswertes findet. Ein weiterer Grund, sich gegen Apple Intelligence, das im April auf Deutsch erscheint, zu entscheiden: Es frisst ordentlich Speicherplatz. Und genau den scheint Apple nun verstecken zu wollen, berichten Nutzer der jüngsten Beta-Versionen von macOS 15.4.

Wie der Software-Leak-Experte @aarop613 auf X schreibt, zeigt macOS 15.4 Beta 3, seit dieser Woche verfügbar, nicht mehr einzeln in den Systemeinstellungen unter Speicherplatz an, was Apple Intelligence belegt. In früheren macOS-Versionen gab es unter der Gesamtspeicherbelegung von macOS einen Unterpunkt, der es per Klick auf das Informations-Icon ermöglichte, den Apple-Intelligence-Anteil zu identifizieren.

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Sah es bei früheren Betas von macOS 15.4 noch so aus, als handele es sich um einen Fehler, scheint dies Apple so zu wollen: "Ich denke mal, das war kein Bug", schreibt @aarop613 dazu. Noch ist macOS 15.4 aber nicht fertig, womöglich entscheidet sich Apple noch um.

Apple war dereinst stolz darauf, dass macOS nur vergleichsweise wenig SSD-Platz einnimmt, hatte sogar angestrebt, den verbrauchten Speicher von Hauptversion zu Hauptversion zu verringern. Apple Intelligence ändert das nun. So sorgt das Anschalten des KI-Systems dafür, dass das Betriebssystem Gigabyte-schwere Modelle nachlädt. Unter macOS 15.3.1 waren das auf einem Test-Mac beispielsweise knapp 4,8 GByte. Interessanterweise verschwinden diese Pakete nach einem Abschalten von Apple Intelligence nicht unbedingt sofort.

Auf dem gleichen Rechner blieb die Gesamtbelegung von macOS mit und ohne Apple Intelligence zunächst bei knapp 20 GByte, einem Wert, der ohne das KI-System üblicherweise um 15 GByte oder darunter pendelt. Eventuell hilft ein Neustart, damit der Platz wieder freigegeben wird. Das Abdrehen wird ebenfalls – zumindest psychologisch – erschwert: Apple hat in macOS 15.3 einen roten Warndialog am Start, wenn man dies tut.

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(bsc)