iPhone: US-Regierung glaubt an Produktion in den USA

iPhones werden vor allem in China produziert – und könnten wegen der neuen Zölle deutlich teurer werden. Die US-Regierung sieht das als Motivation für Apple.

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Apple-CEO Tim Cook bei Foxconn in China

Apple-Chef Tim Cook bei Foxconn in China: Ginge das auch in den USA?

(Bild: Apple)

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Die amerikanische Regierung ist überzeugt, dass Apple die Produktion des iPhone in die USA verlagern kann. Das sagte die Regierungssprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Dienstag vor Journalisten in Washington. "Der Präsident möchte die Zahl der Arbeitsplätze in der industriellen Produktion hier in Amerika erhöhen, schaut sich aber auch fortschrittliche Technologien wie KI und andere neue Felder an, die in der ganzen Welt wachsen." Auch hier müssten die USA führend sein, so Leavitt. Auch iPhones fielen darunter, sagte sie auf Nachfrage. "Natürlich. [Der Präsident] glaubt, wir haben die Arbeitskräfte und die Ressourcen, das zu tun."

Die Regierungssprecherin betonte einmal mehr den Investitionswillen des Konzerns. "Wie Sie wissen, hat Apple 500 Milliarden US-Dollar in die Vereinigten Staaten investiert. Wenn Apple nicht denken würde, dass die USA es können, hätten sie dafür nicht so viel Geld auf den Tisch gelegt." Allerdings umfasst die Summe auch bereits angekündigte Investments, zudem geht es auch um Lieferanten. Das Geld ist über vier Jahre gestreckt. Eher einfache Tätigkeiten wie die Endmontage des iPhone, die derzeit in China und (zunehmend) in Indien erledigt werden, deckt sie nicht ab.

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Apple gehört zu den Unternehmen, die von den neuen Trump-Zöllen, die inzwischen in Kraft sind, besonders betroffen sind. In der Spitze umfassen diese nun 104 Prozent, was Lieferketten massiv beeinträchtigt. Apple soll versuchen, mehr in Indien zu produzieren, wo allerdings bislang nur 15 Prozent der Smartphones vom Band laufen. Dessen Zollquote ist mit 26 Prozent vergleichsweise niedrig, aber auch nicht klein. Mit Zöllen belegt wurden auch andere Ausweichländer wie Vietnam oder Thailand.

Es gilt zudem als nahezu unmöglich, die vielen Vorlieferanten davon zu überzeugen, nach Amerika umzuziehen, die eine wichtige Rolle in der Fertigungskette spielen. Schon Apples Verlagerung von Teilen der Produktion nach Indien war nicht einfach. Zuletzt hatte China versucht, die Ausfuhr von Maschinen zu stoppen, zudem Mitarbeitern bei der Aus- und Einreise Probleme gemacht.

Vor allem benötigen solche Verlagerungen viel Zeit – die Apple aufgrund der hohen Zölle, die ab jetzt gelten, schlicht nicht hat. US-Präsident Donald Trump scheint das nicht zu stören. Er wolle, dass die Jobs "nach Hause" kommen, betonte Leavitt.

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(bsc)