Pagani mit Rekord auf der Nordschleife
In unglaublichen sechs Minuten und 47 Sekunden hat ein seriennaher Pagani Zonda R die berühmte Nordschleife des Nürburgrings umrundet. Wir zeigen Ihnen die Details des fantastischen Flitzers
- rhi
Nürburgring, 8. Juli 2010 – Die Jagd der der Bestzeit auf der Nordschleife des Nürburgrings hat einen neuen Spitzenreiter bei den seriennahen Sportwagen hervorgebracht. Der Pagani Zonda R umkreiste die 20,83 Kilometer der "Grünen Hölle" in nur 6 Minuten und 47 Sekunden. Die absolute Bestzeit hält übrigens seit dem Jahr 1983 Stefan Bellof im Porsche 956 mit 6:11 Minuten. Im Vergleich zur Straßenvariante wurde der Pirelli-bereifte Zonda R allerdings stärker überarbeitet, als es der simple Namenszusatz vermuten lässt.
Länger als die Serie
So wuchs etwa der Radstand des Zonda R um mehr als fünf Zentimeter und auch die Gesamtlänge fällt mit 4886 Millimeter deutlich großzügiger als beim 45 Zentimeter kürzeren Serienmodell aus. Den Raumgewinn nutzen die Pagani-Ingenieure für umfangreiche Modifikationen an der Aerodynamik. Am Heck macht sich ein extragroßer Diffusor breit, der von einem verstellbaren Flügel im Biertresenformat bei der Arbeit unterstützt wird. Auch die Nase des italienischen Schönlings wurde überarbeitet und mit einem noch größeren Splitter versehen.
Pagani mit Rekord auf der Nordschleife (15 Bilder)

Rekord-Flitzer: Der Pagani Zonda R auf der Nordschleife des Nürburgrings
Mächtig Dampf
Wie im Hause Pagani üblich, setzt auch die Rekordversion auf einen AMG-Motor als Kraftquelle. Schon in der Serie entwickelt der 7,2-Liter-V12 mit 650 PS infernalische Kräfte. Für die Rennsport-Variante wurde der Hubraum um 1,2 Liter beschnitten, dafür aber die Nenndrehzahl erhöht. Im Ergebnis bedeutet dies eine Leistung mit 750 PS und ein maximales Drehmoment von 710 Nm. Die Kraftübertragung übernimmt ein sequenzielles, automatisiertes Sechsganggetriebe, das dank seines Magnesiumgehäuses auch zum niedrigen Gewicht des Zonda R beiträgt.