Wenn Websites verschwinden: Drei Wege, sie lokal im Original-Layout zu sichern
Websites verschwinden in alarmierendem Tempo und selbst die Wayback Machine ist nicht immer zuverlässig. So archivieren Sie Seiten lokal im Original-Layout.
(Bild: Collage c't)
In Zeiten von KI-Suche und Social Media verschwinden immer mehr klassische Websites aus dem Internet. Ganze 38 Prozent der Webpages aus dem Jahr 2013 waren bereits im Jahr 2023 nicht mehr erreichbar, so eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center aus dem Jahr 2024. Viele steuern die beliebte WayBackMachine an, um einen Blick auf verschwundene Inhalte zu werfen. Dieses kollektive Gedächtnis des Internets ist jedoch nicht selten überlastet. Wer dort eine Website abrufen möchte, muss oft stundenlang warten. Im Oktober 2024 blieb die WayBackMachine aufgrund eines Cyberangriffs sogar tagelang offline. Auch finanzielle Schwierigkeiten bedrohen den Betreiber, das Internet Archive, nach mehreren Urheberrechtsklagen.
Wer bei der Bewahrung seiner Lieblingsseiten auf Nummer sicher gehen möchte, sollte also persönlich lokal vorsorgen, bevor es zu spät ist. Das gilt für Arbeitsproben, Expertenseiten zu botanischen Nischenhobbys oder alte Flyersammlungen. Nützliche Informationen und aufwendig gepflegte private Wissensportale könnten sonst für immer verloren gehen. Das gilt auch für eigene Webseiten, die man früher mühevoll erstellt hat und auf jeden Fall im Originalformat behalten möchte. Der Aufwand für ihre Archivierung ist gar nicht so hoch. Mit Archivierungs-Tools für den Browser wie SingleFile, ArchiveWeb.page oder GoFullPage gibt es inzwischen sehr bequeme und umfangreiche Tools, mit denen auch Einsteiger ihre Lieblingsseiten kostenlos archivieren können.
- Wenn Websites verschwinden, hilft auch die Wayback Machine nicht immer weiter.
- Doch es gibt einfache Möglichkeiten, Internetseiten selbst zu speichern und dauerhaft lokal verfügbar zu machen.
- Der Artikel zeigt, wie das mit Tools wie SingleFile, GoFullPage oder ArchiveWeb.page funktioniert.
Im Unterschied zu gängigen Web-Crawlern oder Notiz-Apps bewahren diese Browser-Erweiterungen nicht nur Inhalte wie Text, Bilder und Dateien. Sie erhalten auch das Original-Layout in all seiner teils kitschig-altmodischen Pracht – auf Wunsch sogar inklusive verlinkter Seiten zu einem bestimmten Zeitpunkt. Mit solchen zeitlich versetzten "Snapshots" lässt sich gut nachvollziehen, wie sich Online-Auftritte im Laufe der Zeit verändert haben. Je nach Einsatzzweck bewahrt man so Screenshots, HTML-Dateien oder ganze Archiv-Sessions zum Klicken von einer Unterseite zur nächsten.
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