Buchbesprechung: "Rennwagentechnik"
Rennwagentechnik ist schnell, intensiv und hochgradig innovativ. Das macht sie manchmal noch spannender als Pkw-Technik – welche ohne die Errungenschaften aus dem Sport nicht so weit wäre
- Gernot Goppelt
Hannover, 14. Juli 2010 – Der Rennsport steht nicht nur für Autos und Fahrer, die um die Krone kämpfen. Bei all der Faszination kann man schon mal übersehen, dass im Hintergrund Ingenieure permanent im Wettbewerb stehen – und zwar oft in einem weit höheren Tempo als in der "zivilen" Automobilindustrie. Es ist schon fast eine Binsenweisheit, dass es viele Entwicklungen in der Fahrzeugtechnik nicht oder erst später gegeben hätte, wenn sie nicht jemand im Rennsport aufgebracht hätte.
Vom Rennwagen in den Pkw
Selbst im Bereich der Entwicklungsmethoden ist der Rennsport manchmal voraus. So verwundert es auch nicht, dass Hersteller von Superrechnern oder Design- und Entwicklungssoftware ihre Kompetenz gerne am Beispiel von Formel-1-Rennwagen demonstrieren. Ein anderes Beispiel ist das Rapid Prototyping, welches im Rennsport sogar schon genutzt wird, um Teile fĂĽr den Renneinsatz zu fertigen.
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Rennwagentechnik - Grundlagen, Konstruktion, Komponenten, Systeme
Noch immer wird natürlich kräftig geschraubt, doch die heutige Konstrukteursromantik ist durchsetzt mit abstraktem Ingenieurswissen, ohne das es nicht mehr geht. Das erklärt auch, warum das Buch "Rennwagentechnik" zunächst einmal wie ein astreines Fachbuch daherkommt, gespickt mit Schnittzeichnungen, Formeln, Diagrammen und Detailfotos. Im Vorspann empfiehlt der Autor Michael Trzesniowski sein Werk denn auch berufstätigen Ingenieuren und Studenten, an erster Stelle aber auch interessierten Laien, "sodass sie beim nächsten Rennbesuch die Fahrzeuge mit anderen Augen betrachten können und im Fahrerlager bei leidenschaftlichen Gesprächen über den Wagen mitdiskutieren können".