Withings Sleep Analyzer: Firmware-Probleme sorgten für Ausfälle
Wer in den vergangenen Tagen Probleme mit der Schlaftracking-Matte des französischen Herstellers hatte, sollte etwas abwarten: Eine neue Software hilft.
Sleep Analyzer von Withings.
(Bild: Withings)
Wer ein genaueres – oder auch nachts uhrenfreies – Schlaftracking wünscht, kann zur Sleep-Tracking-Matte Sleep Analyzer von Withings greifen. Das 150 Euro teure Gerät wird unter der Matratze platziert und kann Herzfrequenz, Atmung, Bewegung und Schnarchen erfassen – und daraus unter anderem eine mögliche Schlafapnoe ablesen. Das Problem: In den vergangenen Tagen machte das Gerät Probleme wegen eines Firmware-Fehlers. Wie Withings gegenüber Mac & i mitteilte, ist dieser jedoch mittlerweile behoben.
Fehler durch neue Firmware behoben
Zu erkennen war das Problem daran, dass der Sleep Analyzer über mehrere Tage – beginnend um den 26. Mai – zunächst nur kurze Schlafintervalle aufzeichnete, etwa 2 Stunden oder gar nur 10 Minuten. Dann fiel er teilweise ganz aus und in der Withings-App kamen gar keine Daten an. Weder ein Reset der Matte noch ein Entlüften halfen. Der Fehler lag offenbar in einer Firmware, die Withings automatisch an die Sleep-Analyzer-Kundschaft ausgeliefert hatte. Dies geschieht am Tag und ist nur daran zu erkennen, dass in der App eine neue Versionsnummer angezeigt wird.
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Doch die neue Firmware hatte Bugs. Bis diese behoben waren, dauerte es eine ganze Weile. Um den vergangenen Freitag herum (13. Juni) sollte der Rollout nun beendet sein. Wer immer noch Schwierigkeiten mit seinem Sleep Analyzer hat, sollte diesen unbedingt tagsüber am Strom lassen, damit die neue Firmware per WLAN auf dem Gerät landet und installiert werden kann.
Die Tücken der Automatik – und fehlende Nutzerinfos
Das Beispiel zeigt, dass das automatische Ausspielen einer Gerätesoftware auch seine Tücken haben kann. Üblicherweise kann ein Aufspielen der Sleep-Analyzer-Firmware nur dadurch angestoßen werden, dass die Matte neu verbunden wird. Danach erfolgen die Updates im Hintergrund, ohne dass der Nutzer dies kontrollieren könnte. Im Falle von Firmware-Fehlern sollte der Hersteller die Nutzer eigentlich informieren; das war diesmal aber nicht der Fall. Diese wunderten sich schlicht, dass das Tracking nicht funktionierte und dachten womöglich, dass es an der Platzierung der Schlafmatte lag.
Die Taktik ähnelt der von Apple bei seinen populären AirPods-Kopfhörern: Auch hier kann der Nutzer das Update nicht offiziell von Hand anstoßen. Allerdings hat sich Apple hier mittlerweile anders entschieden und wird mit iOS 26 und Co. ab Herbst eine Möglichkeit integrieren, Aktualisierungen der Stöpsel doch manuell durchzuführen, auch, weil Nutzer häufig danach gefragt haben.
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(bsc)