Wi-Fi Alliance startet Prüfungen für Multimedia-Erweiterungen
Nach der neuen WLAN-Verschlüsselung 802.11i/WPA2 nimmt sich der Herstellerverband auch die Quality-of-Service-Erweiterung WMM vor.
Erst kürzlich hat die Wi-Fi Alliance, eine Vereinigung von WLAN-Herstellern, ihre Kompatibilitätstests für den Ende Juni verabschiedeten, neuen WLAN-Verschlüsselungsstandard 802.11i gestartet. Dort läuft das Verfahren unter dem Kürzel WPA2. Jetzt nimmt sich die Wi-Fi Alliance auch Tests der Eigenkreation WMM (Wi-Fi Multimedia) vor. WMM stellt einen Vorgriff auf den seit geraumer Zeit in Arbeit befindlichen IEEE-Standard 802.11e dar. Beide Verfahren sollen mittels Priorisierung in Funknetzen eine Mindestbandbreite garantieren (Quality of Service), damit Musik- und Filmübertragungen bei parallel laufenden Dateitransfers nicht ins Stocken geraten.
Der Wert solcher Tests und des Wi-Fi-Logos ist indes umstritten, denn es handelt sich dabei um eine gänzlich freiwillige Prüfung. Es gibt weder in den USA noch hierzulande eine gesetzliche Vorschrift, der zufolge sich WLAN-Produkte den Tests der Wi-Fi Alliance unterziehen müssten. So nutzen manche WLAN-Hersteller Schlupflöcher im WLAN-Standard 802.11 aus, um auf Kosten anderer Teilnehmer der Funkzelle den Durchsatz ihrer Geräte zu steigern – was der Alliance sauer aufstößt. (ea)