ADAC-Tunneltest 2010: Testsieger in Frankreich
Das etwas beklommene Gefühl mancher Autofahrer bei der Einfahrt in einen Autobahntunnel ist meistens unbegründet. Nur vier von 26 getesteten Tunneln bekommen beim diesjährigen ADAC-Test die rote Karte
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München, 28. Juli 2010 – Das etwas beklemmende Gefühl mancher Autofahrer bei der Einfahrt in einen Autobahntunnel ist meistens unbegründet. Nur vier von insgesamt 26 getesteten Tunneln bekommen beim diesjährigen ADAC-Test die rote Karte. Drei davon fallen mit dem Urteil "bedenklich" durch, der Testverlierer in Island sogar mit "mangelhaft". Das ist das Ergebnis des aktuellen ADAC-Tunneltests, den der Automobilclub gemeinsam mit seinen Partnerclubs in 13 europäischen Ländern durchgeführt hat.
Die meisten sind gut
Drei Viertel der Röhren haben den Test bestanden: 16 Mal gab es die Note "sehr gut" und vier Mal "gut". Zwei weitere Tunnel erhielten ein "ausreichend". Der Testsieger kommt aus Frankreich. Der neu eröffnete Duplex-Tunnel auf der A86 bei Paris hat geradezu Vorbildcharakter in puncto Sicherheit. Weit hiervon entfernt ist der erst zwölf Jahre alte Hvalfjörður-Tunnel in Island nördlich von Reykjavik. Der Testverlierer liegt sicherheitstechnisch deutlich hinter den europäischen Mindeststandards zurück und ist dringend verbesserungsbedürftig.
ADAC-Tunneltest 2010: Testsieger in Frankreich (12 Bilder)

Testgewinner ist der neue Duplex-Tunnel auf der A 86 bei Paris.
Tunnel Birth ist Testverlierer
In Deutschland wurden insgesamt drei Tunnel getestet. Dunkle Fahrbahnen in finsteren Röhren, keine Videoüberwachung und fehlende Fluchtwegbeschilderungen sind nur einige der Mängel im 25 Jahre alten Tunnel Birth auf der A 44 bei Velbert. Die Röhre in Nordrhein-Westfalen erhält deshalb das ADAC-Urteil "bedenklich". Sie sollte nach Ansicht des Clubs umgehend fit für die Zukunft gemacht werden. Wie zeitgemäße Tunnel aussehen, zeigen der Lohberg-Tunnel bei Darmstadt und der Richard-Strauss-Tunnel in München. Beide überzeugen mit "sehr gut".