Bundesgesundheitsministerin deutet mögliches Aus für Bundes-Klinik-Atlas an

Warken hat ein mögliches Ende des Klinikatlas in Aussicht gestellt. Das berichtet das Ärzteblatt vom Sommerfest der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

vorlesen Druckansicht 10 Kommentare lesen
Der Bundes-Klinik-Atlas vom Bundesgesundheitsministerium.

Der Klinikatlas des BMG.

(Bild: Klinikatlas)

Lesezeit: 2 Min.
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der viel diskutierte Bundes-Klinik-Atlas könnte vor dem Aus stehen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat laut einem Bericht des Ärzteblatts das Ende des Portals auf dem Sommerfest der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) in Aussicht gestellt. Bemängelt wurde von der DKG immer wieder, dass es bereits Transparenzangebote gebe.

"Es ist schwierig, ein System aufrechtzuerhalten, das eine Doppelstruktur darstellt, mit einem System, das es schon gibt und sogar noch besser angenommen wird", zitiert das Ärzteblatt Warken. Immer wieder hatte die DKG in der Vergangenheit Doppelstrukturen kritisiert. Mit dem Deutschen Krankenhausverzeichnis gebe es laut DKG bereits ein Portal, das weiter verbreitet ist. Daher hatte DKG-Chef Gerald Gaß das Verzeichnis kurz vor dessen Veröffentlichung als "überflüssig" bezeichnet.

In der Vergangenheit hatte es viel Kritik von medizinischen Fachgesellschaften, Klinikträgern und Patientenvertretern gegeben. Sie bemängelten unvollständige Daten und eine für Laien kaum verständliche Darstellung. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sprach sogar von einem "gescheiterten Projekt". Nach heftiger Kritik wurde das Portal zunächst überarbeitet und vereinfacht.

Videos by heise

Der Klinik-Atlas wurde im Mai 2024 veröffentlicht und sollte Transparenz über die Leistungen und die Qualität deutscher Krankenhäuser schaffen. Im Vorfeld hatten Bund und Länder lange verhandelt und sich auf ein Krankenhaustransparenzgesetz geeinigt. Das Gesetz sieht unter anderem milliardenschwere Liquiditätshilfen und einen Transformationsfonds für die Krankenhausreform vor. Mit dem Start des Atlas endete zudem die "Weisse Liste", die von der Bertelsmann-Stiftung betrieben wurde – deren Expertise ebenfalls in den Klinik-Atlas floss.

(mack)