Prozessor-Leaks: Diese SoCs und SiPs plant Apple in den kommenden Geräten
Welche Chips kommen in neue Modelle von HomePod mini, Apple TV, iPad mini und Vision Pro? Was ist mit dem Studio Display 2? Ein Code-Experte findet Hinweise.
Apple-Logo in Blau.
(Bild: Mac & i)
Bei Apple stehen offenbar zahlreiche Aktualisierungen bestehender Produkte an, bei denen verbesserte System-on-a-Chip (SoC) und System-in-Package (SiP) zum Einsatz kommen. Entsprechende Details hat der Code-Leak-Experte Aaron Perris auf X und bei Macrumors publiziert. Sie stammen aus Apples eigener Software – welche genau, gab Perris nicht an.
HomePod mini 2, iPad mini 8, neues Apple TV 4K
So plant Apple offenbar zeitnah einen HomePod mini der zweiten Generation. Der neue Chip darin soll auf der T8310-Mikroarchitektur basieren und trägt den Codenamen B525, während die bisherigen Modelle Apple-intern B520 heißen. T8310 wird auch in den S9- und S10-SiPs aus Apple Watch Series 9 und 10 verwendet. Aktuell spielt im HomePod mini noch ein SiP, das auf dem veralteten S5 aus der Apple Watch Series 5 von 2019 basiert. Noch ist unklar, was außer dem neuen SiP noch im HomePod mini 2 steckt – denkbar wäre noch ein neuer kombinierter WLAN- und Bluetooth-Chip von Apple. Ob sich sonst etwas an der Hardware ändert, bleibt abzuwarten. Das neue SiP basiert technisch grundsätzlich auf dem A16 aus dem iPhone 14 Pro, hat einen 64-Bit-Doppelkern-Prozessor mit einer Neural Engine mit vier Kernen.
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Ein neues Apple TV 4K kommt laut Macrumors wiederum mit dem A17 Pro. Dieser Chip wurde von Apple erstmals im iPhone 15 Pro verbaut und verspricht eine ordentliche Geschwindigkeitssteigerung gegenüber dem derzeit verwendeten A15 Bionic – inklusive Apple-Intelligence-Unterstützung und verbesserter Grafikleistung. Das iPad mini 8 soll Code-Leaks zufolge den internen Namen J510 und J511 tragen und erstmals mit einem A19-Pro-SoC ausgerüstet sein. Dieser ist derzeit noch nicht auf dem Markt, wird aber mit dem iPhone 17 Pro erwartet. Wann das neue Modell erscheint, ist noch unklar – das aktuelle iPad mini 7 stammt von 2024 und enthält einen A17 Pro. Weiterhin plant Apple angeblich ein neues Einsteiger-iPad, das dann den A18 aus dem iPhone 16 enthalten würde (Codenamen: J581/J582). Aktuell läuft das Modell mit dem A16 (erstmals im iPhone 14 Pro verbaut).
Vision Pro 2, Apple Watch Series 11 und Studio Display 2
Weiterhin wurde in Apples Code entdeckt, dass die zweite Generation der Vision Pro wohl mit Apples M5-SoC ausgerüstet wird. Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, dass Apple den älteren M4-Chip verwendet. Unklar ist noch, wann das Modell erscheint. Es soll sich angeblich auch etwas bequemer tragen, da Apple Verbesserungen beim Kopfbandsystem plant. Weiterhin hat Aaron Perris Details zur Apple Wach Series 11, Ultra 3 und SE 3 aufgetan. Diese sollen über ein S11-SiP verfügen. Denkbar ist allerdings, dass der enthaltene Chip weiterhin auf der alten T8310-Architektur von S9 und S10 basiert. Apple hat dies schon früher so gehandhabt, die SiPs von Jahr auf Jahr nur minimal verbessert.
Schließlich gibt es auch Hinweise auf eine zweite Generation des Studio Display. In Apples Code wird hier der interne Name J427 erwähnt. Weitere Details fanden sich nicht, allerdings gab es auch einen zweiten Codenamen namens J527, der sich zunächst nicht zuordnen ließ. Er könnte für eine zweite Variante des Studio Display stehen. Grundsätzlich bedeuten Code-Leaks nicht, dass Apple Geräte zeitnah auf den Markt bringt – manchmal erfolgt die Erwähnung unabsichtlich, wird dann in späteren Versionen wieder gestrichen. Dennoch ist es ungewöhnlich, dass derart viele Infos auf einmal entfleuchen.
Weiteren Code-Leaks zufolge kommt Apples Studio Display 2 mit einem intern verbauten A19-Pro-Chip (aus dem kommenden iPhone 17 Pro), der dann unter anderem Center Stage, "Hey Siri"-Detektierung und Spatial Audio verwaltet. Im ersten Studio Display von 2022 steckt ein A13 Bionic aus dem iPhone 11.
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(bsc)