Apple-Manager Cue: Wettbewerb hilft dem Downloadgeschäft
Im zunehmenden Wettbewerb beim Musik-Downloadgeschäft sieht der marktbeherrschende iTunes Music Store von Apple eine große Chance für das Musikbusiness.
Im zunehmenden Wettbewerb beim Musik-Downloadgeschäft sieht der marktbeherrschende iTunes Music Store von Apple eine große Chance für das Musikbusiness. "Eine Menge Konkurrenten kommen jetzt gerade auf den Markt. Das ist gut für uns und für den gesamten Downloadmarkt", sagte der Vizepräsident des Bereichs Internetanwendungen beim Computerunternehmen Apple, Eddy Cue, am Rande der Popkomm in Berlin. Das Business mit Musik im Internet stecke noch in den Kinderschuhen. "Unser iTunes Music Store hat einen Anteil von knapp unter zwei Prozent am gesamten US-Musikmarkt. Downloadmusik wird künftig sicher einen Anteil von 10 bis 20 Prozent erreichen, die Frage ist nur wann."
"Wir hatten zunächst nur die so genannten Early Adopters, also die Trendsetter, und Musikliebhaber als Kunden. Jetzt zielen wir auf den Massenmarkt", sagte Cue. Außerdem habe der iTunes Musikladen schon längst die elitäre Mac-Welt des Apple-Konzerns verlassen. "Wir sind sehr stolz darauf, der Nummer-eins-Musikdownloadladen auf dem PC-Betriebssystem Windows zu sein." Da liegt Apple weit vor dem Computerriesen Microsoft, der auf seinem Internetangebot MSN in diesem Herbst zusammen mit dem Windows Media Player 10 ein überarbeitetes Musik-Downloadangebot präsentieren will, wie auf der Popkomm bekannt wurde.
Seit dem Start hat Apple rund 125 Millionen Songs über das Internet verkauft -- für 99 US-Cent das Stück. Am 15. Juni wurden dann auch Angebote in Deutschland, Großbritannien und Frankreich eröffnet. Bis Ende August wurden hier fünf Millionen Songs über das Internet abgesetzt. Und der Service soll ausgebaut werden. "Im Oktober kommen mehrere EU-Staaten hinzu - und das werden mehr sein als nur vier bis fünf Länder", kündigte Cue an. Welche Länder dies sein werden, sagte er nicht.
Wie in den USA ist iTunes auch in Deutschland MarktfĂĽhrer, wo nach Angaben des Phonoverbandes pro Monat insgesamt rund eine Million Songs im Internet verkauft werden.
Zur Musikmesse Popkomm siehe auch:
- Popkomm: Schönheitswettbewerb der Musik-Downloadservices
- Musikwirtschaft erreicht die Talsohle
- Marktforschung mit Hilfe von Tauschbörsen
- T-Com zahlt nach Aus von Phonoline Schadenersatz in Millionenhöhe
- Alle Regler auf Null
- "Sick and tired": Erste deutsche Download-Songcharts
- Musikindustrie will Online-Plattform Phonoline aufgeben
- Musik - alternativ und online, Artikel in Telepolis zum Labelcamp auf der Popkomm 2004
- Special "Musik" in Telepolis
- Marschmusik-Quote fĂĽr Zwischennetz-Stehsegler?, Glosse in Telepolis zur Debatte um deutsche Musikquote im Radio
- Sag zum Abschied leise Tschö, Artikel in Telepolis zur Popkomm 2003
(dpa) / (tol)