Volkswagen unterbricht Produktion in Hannover für eine Woche

Schwächelnder Markt in Europa: Volkswagen baut während der niedersächsischen Herbstferien für eine Woche keine leichten Nutzfahrzeuge im Werk in Hannover.

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VW ID. Buzz GTX

Der VW ID. Buzz GTX ist weniger gefragt als erhofft, was wohl vor allem am hohen Preis liegen dürfte.

(Bild: Christoph M. Schwarzer)

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  • dpa

Volkswagen baut während der niedersächsischen Herbstferien für eine Woche keine leichten Nutzfahrzeuge im Werk in Hannover. Grund für den vorübergehenden Produktionsstopp sei der schwächelnde Markt in Europa. "Diese Maßnahme schafft die notwendige Flexibilität, um die Produktionsplanung an die veränderte Marktnachfrage anzupassen", erklärte er. Die Herbstferien in Niedersachsen dauern vom 13. bis 25. Oktober.

Gleichzeitig wachse der Markt für elektrische Modelle langsamer als prognostiziert. Der Sprecher sagte: "Wir rechnen auch für die kommenden Monate weiterhin mit einer wettbewerbsintensiven Situation in den Märkten, gleichzeitig verfolgen wir konsequent unser Ziel, gemeinsam mit unseren Handelspartnern die Marktperformance zu stärken." Die Marke intensiviere die vertrieblichen Aktivitäten, "um gezielt Impulse in den Märkten zu setzen".

Einem Bericht in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zufolge geht es bei dem Produktionsstopp vor allem um eine zu geringe Nachfrage nach dem E-Bulli VW ID. Buzz sowie dem Multivan. Die Schließtage werden mit den Überstundenkonten der Beschäftigten verrechnet, wie die Zeitung schrieb.

Im ersten Halbjahr 2025 lieferte die Marke früheren Angaben zufolge weltweit rund 224.000 Fahrzeuge aus – nach 231.000 im Vorjahreszeitraum. Der batterieelektrische VW ID. Buzz verzeichnete demnach aber Zuwächse um knapp 70 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024. Der Umsatz lag mit 8,7 Milliarden Euro über dem Wert des Vorjahres von 8,1 Milliarden Euro, das operative Ergebnis gab auf 207 (Vorjahreszeitraum: 635) Millionen Euro nach.

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(fpi)