Venturi Fétish: Neuauflage soll Tesla Konkurrenz machen
2004 kam der erste Venturi Fétish auf den Markt, mit 540.000 Euro für die meisten finanziell unerreichbar. Auch die zweite Generation wendet sich, trotz stark gesunkenem Preis, wiederum an die gut betuchte Gesellschaft
- Gregor Hebermehl
Paris (Frankreich), 4. Oktober 2010 – Wenn es um Sportwagen mit Elektromotor geht, fällt fast immer zuerst der Name Tesla. Dabei hatte die europäische Konkurrenz schon 2004 ein entsprechendes Angebot parat. Da kam der erste Venturi Fétish auf den Markt, wenngleich mit 540.000 Euro für die meisten finanziell unerreichbar. Auch die zweite Generation wendet sich, trotz stark gesunkenem Preis, an die gut betuchte Gesellschaft.
Leergewicht nur 1225 Kilogramm
Der Fétish soll ein Sportwagen und damit rennstreckentauglich sein. Flach liegt er auf der Straße, sein Chassis besteht ähnlich wie beim Venturi America aus einem Karbon-Monocoque mit Crashboxen aus Aluminum-Waben an Front und Heck. Auch beim Fétish werden die Passagiere durch ein nicht näher erläutertes System vor den „elektromagnetischen Strahlungen“ der Batterie geschützt. Der Akku des Zweisitzers bringt allein 450 kg auf die Waage. Trotzdem wiegt das Fahrzeug nur 1225 kg, was immerhin 125 kg weniger als beim America bedeutet.
Venturi Fétish: Neuauflage soll Tesla Konkurrenz machen (9 Bilder)

Die zweite Generation des Venturi Fétish
340 km Reichweite
Der Antrieb des neuen Fétish ist der gleiche, mit dem auch der America unterwegs ist: Ein 220-kW-Elektromotor (300 PS) bezieht seine Energie von einem 54-kW-Lithium-Polymer-Akku. Das maximale Drehmoment von 380 Nm liegt von 0 bis 6000 U/min an, wobei der Motor bis zu 12.500 U/min hochdreht. Bei konstant 90 km/h soll der Fétish mit einer Batterieladung bis zu 340 km weit kommen. Dann muss er wieder für acht Stunden an das 230-Volt-Steckdose oder für drei Stunden an die Schnelllade-Station.