Italien führt neue Verkehrsregeln ein

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Italien hat verschärfte Regeln im Straßenverkehr eingeführt. Laut ADAC sollten sich deutsche Verkehrsteilnehmer künftig besonders strikt an die Länderregeln halten, denn in Kürze können Bußgeldbescheide europaweit vollstreckt werden. Italien gehe im europäischen Vergleich besonders hart gegen Verkehrssünder vor, so ADAC-Rechtsexperte Bernd Gstatter.

So gelte für Berufskraftfahrer, Fahrer unter 21 Jahren und Fahranfänger in den ersten drei Jahren nach dem Führerscheinerwerb absolutes Alkoholverbot. Wer mit einem Blutalkoholwert von 1,5 Promille erwischt wird, ist sein Auto los. In diesen Fällen beschlagnahmten die Behörden das Fahrzeug und könnten es dauerhaft einbehalten. „Im schlimmsten Fall droht die Zwangsversteigerung“, sagte Gstatter. Diese Regelung sei allerdings nicht neu. Ab 0,5 Promille Blutalkoholwert werden Geldstrafen von bis zu 2000 Euro fällig. Neu sei, dass an italienischen Zebrastreifen angehalten werden müsse. Sonst drohe ein Bußgeld zwischen 150 und 600 Euro.

Auch zu schnelles Fahren kann in Italien teuer werden: Für mehr als 40 km/h über dem Limit werden 500 bis 2000 Euro fällig. Wer sogar 60 km/h zu schnell ist, wird mit bis zu 3200 Euro zur Kasse gebeten. Zusätzlich droht Fahrverbot auf italienischen Straßen. Fahranfänger mit Pkw-Führerschein dürfen auf Schnellstraßen höchsten 90 km/h und auf Autobahnen höchstens 100 fahren. Neue Verhaltensregeln gelten in Italien auch für Radfahrer. Wer noch nach Einbruch der Dämmerung mit dem Rad unterwegs ist, muss eine Warnweste tragen. Für Kinder unter 14 Jahren gilt auf den Rad eine Helmpflicht. (dpa) (mfz)