Rallye-Version des Mini debütiert in Paris
Gleich dreimal konnte ein Mini in den Sechzigern die Rally Monte Carlo für sich entscheiden. Nun will die heutige BMW-Marke an die Erfolge in der der WRC (FIA World Rally Championship) anknüpfen. Das Wettbewerbsauto ist in Paris zu sehen
- skr
Paris (Frankreich), 6. Oktober 2010 – Die 1960er-Jahre waren die große Zeit der Marke Mini. Gleich dreimal gelang es dem Straßen-Floh, die traditionsreiche Rallye Monte Carlo für sich zu entscheiden, 1965 brachte gar den Gewinn der Rallye-Europameisterschaft. An diese Erfolge möchte der heutige BMW-Ableger anknüpfen. Auf dem Pariser Autosalon 2010 (2. bis 17. Oktober) ist das speziell präparierte Modell zu sehen, das ab 2011 bei der WRC (FIA World Rally Championship) an den Start gehen soll.
Basisfahrzeug Countryman
Basis für das Rallye-Auto ist nicht etwa wie in den 1960ern ein Cooper S, sondern der fünftürige Countryman. Er ist mit 4,11 Meter Länge der bis dato größte je gebaute Mini und kann in der Serienversion optional mit dem Allradantrieb ALL4 ausgestattet werden. Den Fünftürer gibt es mit einem 1,6 Liter großen Turbobenziner mit 184 PS sowie 240 Nm maximalem Drehmoment.
Rallye-Version des Mini debütiert in Paris (16 Bilder)

Auf dem Pariser Autosalon 2010 präsentiert Mini die Rallye-Version des fünftürigen Countryman.
1,6-Liter-Turbo mit rund 300 PS
Der Rallye-Ableger entspricht dem neuen Super2000-Reglement vom Automobil-Weltverband FIA, das den Einsatz von Turbo-Motoren mit 1600 Kubikzentimetern Hubraum sowie Allradantrieb vorschreibt. Diese Eigenschaften stellen zumindest auf dem Papier eine Verbindung zum Serienmodell her. Der Rennmotor mit Benzindirekteinspritzung wird aber von BMW Motorsport aufgebaut und toppt die Werte der Straßenversion locker: Weil ständig weiter an den Leistungsdaten gefeilt wird und man die Konkurrenz im Unklaren lassen möchte, spricht BMW derzeit nur vage von "um 300 PS" und "um 350 Newtonmeter". Da die anderen Rallyeteilnehmer ähnlich stark sein dürften, ist der Underdog-Status der 1960er jedoch leider nicht mehr gegeben: Der Monte-Carlo-Gewinner von 1964 kämpfte noch mit einem 1071-Kubikzentimeter-Motörchen und zirka 71 PS gegen weitaus potentere Gegner.