Ein Maybach als Zweitürer: Xenatec baut den 57 S um
Der Sonderfahrzeug- und Karosserie-Spezialist Xenatec füllt eine Lücke im Maybach-Programm und baut die Nobel-Limousine 57 S zum Coupé um. Der exklusive Zweitürer ist limitiert und kostet mindestens 800.000 Euro
- skr
Weinsberg, 11. Oktober 2010 – Wem eine S-Klasse-Limousine zu profan erscheint und auch ein Mercedes CL nicht exklusiv genug ist, wird jetzt beim Sonderfahrzeug- und Karosserie-Spezialisten Xenatec fündig: Das Unternehmen baut jetzt den Maybach 57 S zu einem exklusiven Coupé um. Einen Zweitürer der Nobelmarke hat seit ihrer Wiederbelebung durch die Daimler AG nicht gegeben – die unterschiedlich langen Limousinen 57 und 62 sind seit 2002 die einzigen werksmäßigen Versionen.
Neue Dachpartie und Türen
Geschneidert wurde das Coupé-Blechkleid von Frederik Burchhardt. Er zeichnete bereits 2004 für den Exelero verantwortlich, ein Gemeinschaftsprojekt von Maybach und Reifenhersteller Fulda. Bis ein Xenatec-Coupé entstehen kann, sind einige Änderungen vonnöten. Der komplette Aufbau wurde laut der Spezialfirma neu entwickelt. Beispielsweise sind für den Umbau neue Türen erforderlich, denn die B-Säule wird um 20 Zentimeter nach hinten versetzt. Heck- und Windschutzscheibe zeigen sich aufgrund einer niedrigeren Dachlinie ebenfalls verändert. Auf Wunsch verbaut der Karossier auch ein Glasdach.
Ein Maybach als Zweitürer: Xenatec baut den 57 S um (6 Bilder)

Xenatec hat sich mit dem Maybach 57 S ein exklusives Umbauobjekt ausgesucht.
Sportliche Ausrichtung
Der Umbau zum Coupé erfordert ferner neu konzipierte Schweller und Seitenwände bis hin zu den Rückleuchten. Gleichzeitig werden die Radhäuser hinten um 20 Millimeter verbreitert. Darin stecken nach der Verwandlung entweder neue 20-Zoll- oder auf Wunsch 21-Zoll-Räder mit Felgen in neuem Design. Die Spurweite wächst hinten analog zur Radhausverbreiterung um 20 Millimeter. Die Stoßfänger vorne und hinten unterscheiden sich mit ihrer sportlicheren Ausrichtung von denen der Limousine. Dabei verlaufen die Endrohre der Auspuffanlage durch entsprechende Aussparungen in der Heckschürze. Bei den neuen Rückleuchten sitzt die Nebelschlussleuchte in der Mitte.